Verkehrsministerium hat entschieden Carsharing-Betriebe im Südwesten erhalten Corona-Rettungsschirm

Von red/dpa 

Das Land Baden-Württemberg unterstützt in der Corona-Krise Carsharing-Unternehmen. Betroffene Firmen erhalten einen Rettungsschirm in Höhe von vier Millionen Euro.

Carsharing-Unternehmen werden in der Corona-Krise unterstützt. Foto: dpa/Jan Woitas
Carsharing-Unternehmen werden in der Corona-Krise unterstützt. Foto: dpa/Jan Woitas

Stuttgart - Das Land will Carsharing-Unternehmen mit vier Millionen Euro unterstützen, um der Branche in der Corona-Pandemie zu helfen. Das hat der Ministerrat am Mittwoch auf Initiative des Verkehrsministeriums hin entschieden. „Ein umwelt- und klimafreundliches Verkehrssystem benötigt auch ein flächendeckendes Carsharing-Angebot im ganzen Land, da in jedem fünften Haushalt in Baden-Württemberg kein eigenes Auto vorhanden ist“, begründete Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) die Hilfe.

Hermann ist optimistisch

Das Verkehrsministerium wolle dafür sorgen, dass im Jahr 2030 mindestens 50 000 Carsharing-Fahrzeuge auf den Straßen in Baden-Württemberg unterwegs sind. Deshalb müsse vermieden werden, dass die Zahl der Fahrzeuge sich jetzt wegen Corona verringere. Die Betriebe würden wegen der Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise zuerst die weniger lukrativen Standorte im Land aufgeben und sich auf die größeren Städte konzentrieren, lautet die Befürchtung.

Der Rettungsschirm soll den Carsharing-Unternehmen deshalb Erhaltungsprämien für Standorte gewähren, die aufgrund von Umsatzverlusten ansonsten aufgegeben werden müssten. Im Gegenzug verpflichten sich die Unternehmen dazu, mindestens 50 Prozent der Fahrzeuge pro Standort zu erhalten. Verkehrsminister Hermann geht davon aus, dass damit ein Großteil der Standorte im Land bestehen bleiben kann.

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