Die Sorgen der Anwohner wegen der Sicherheit Baustelle an der Breslauer Straße in Ostfildern bleiben. Die Baustelle verzögert sich auf unbestimmte Zeit.

Reporterin: Elisabeth Maier (eli)

Die Baustelle für den Radweg an der Breslauer Straße ist noch nicht fertig. Wegen starken Regens konnte der Belag nur abgefräst werden. Ein neuer Termin für das Aufbringen der Asphaltdecke ist wohl erst im September möglich. Da die Straße ein Schulweg ist, hat eine Initiative wiederholt auf Sicherheitsrisiken hingewiesen.

 

„Aufgrund des Dauerregens war nur das Abfräsen der beschädigten Asphaltdecke möglich“, sagt Tanja Eisbrenner, die Sprecherin der Stadt Ostfildern. Provisorisch sei eine Fahrbahnmarkierung aufgebracht worden – das hat aber erst am Dienstag geklappt. Autofahrer müssen über die Hoppelpiste fahren. In der Robert-Koch-Straße gibt es einen provisorisch in gelber Farbe aufgemalten Zebrastreifen.

Anwohner sind frustriert

Die Hoffnung, dass das 100 Meter lange Radweg-Teilstück fertig werden könnte, hat sich zerschlagen. Anwohner sowie Eltern von Schul- und Kitakindern in der Parksiedlung machen auf Missstände aufmerksam, die sie an der Baustelle des Radwegs zwischen Ostfildern und Esslingen sehen. „Wir sind frustriert über die Organisation und Verkehrssicherheit der Baustelle“, sagt die Sprecherin Petra Stemmler. „An einer so zentralen Stelle wiederholt gravierende Mängel, das weist auf ernsthafte Planungsprobleme hin.“

Rückblickend sieht die Initiative viele Fehler. So seien im Scharnhauser Park Schilder aufgestellt worden, die eine Sperrung auswiesen, obwohl man fahren durfte. „Als dann gesperrt wurde, kam es zu Verkehrschaos und gefährlichen Situationen.“ Stemmler bemängelt „gleichzeitige Grünphasen für Autofahrer und Fußgänger und lange Wartezeiten an den Ampeln.“ Die Ampel gegenüber dem Spielplatz habe dauerhaft Rot gezeigt. Dass eine Baustelle Einschränkungen erfordert, sei verständlich: „Dennoch müssen unsere Sorgen ernst genommen werden.“

Die Baustelle an der Breslauer Straße bleibt vorerst. Foto: Markus Brändli

Verärgert sind die Anwohner über Autofahrer, die während der Vollsperrung rücksichtslos durch das Wohngebiet gefahren seien. „Wir wünschen uns, dass sich alle an die Regeln halten, damit Fußgänger den Knotenpunkt sicher überqueren können.“

Verwirrende Umleitungsschilder

Verwirrend bleiben Umleitungsschilder, die an manchen Tagen auch falsch informierten. Das war am Montag bei der Landschaftstreppe in Scharnhauser Park der Fall. „Das Schild wurde zu Beginn, als die Fahrtrichtung Esslingen gesperrt war, aufgestellt“, sagt Tanja Eisbrenner. Allerdings seien Anpassungen dann nicht immer rechtzeitig umgesetzt worden. Manche wunderten sich über gelbe Blinklichter an der Baustelle. „Diese Signale werden bei der zeitgleichen Freigabe von abbiegenden Autos und Fußgängern angeordnet.“ Sicherheitsrelevante Probleme habe man nicht identifiziert.

Anwohner bemängelten Probleme bei den Ampeln. „Das Steuergerät wurde abgebaut, die Verkabelung und Signalgeber getauscht, da diese wiederholt zu Ausfällen geführt haben.“ Fußgängertaster waren oft defekt. Durch die neue Signaltechnik sollten diese Ausfälle der Vergangenheit angehören. „Falls es doch zu einer Störung kommt, ist eine automatische Meldung integriert.“

Dennoch seien die Tiefbauarbeiten „reibungslos und zügig gelaufen“, lautet Eisbrenners Fazit. „Positiv war die Koordination mit der Signalbaufirma, dem Stromversorger sowie der Straßenbeleuchtung.“ Anregungen aus der Bürgerschaft habe man, wo möglich, umgesetzt. Auch die ÖPNV-Signalisierung sei nicht störungsfrei gewesen. Erfahrungen zeigten, dass ein so komplexer Bauablauf anfällig für Störungen ist. Künftig strebe man eine vereinfachte Verkehrsführung an, auch wenn dies an einzelnen Straßen umfangreichere und längere Sperrungen erfordere.