Verkehrsprojekt an der Autobahn 8 Freigabe für den Albaufstieg erteilt
Das Verkehrsministerium bestätigt die Baufreigabe für das Großprojekt im Landkreis Göppingen. Der „letzte Engpass der A8“ soll damit beseitigt werden. Die Freude ist groß.
Das Verkehrsministerium bestätigt die Baufreigabe für das Großprojekt im Landkreis Göppingen. Der „letzte Engpass der A8“ soll damit beseitigt werden. Die Freude ist groß.
Was schon angekündigt wurde, ist jetzt vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg bestätigt worden: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat die Baufreigabe für den A8-Albaufstieg zwischen Mühlhausen und Hohenstadt erteilt. Die Planungen für das Großprojekt, das Mitte September wegen eines Milliarden-Finanzlochs des Bundes zu scheitern drohte und schlussendlich beim Koalitionsgipfel Anfang Oktober doch das finanzielle Go bekam, können damit fortgesetzt werden. „Alles, was baureif ist, wird gebaut“, sagte Schnieder im Oktober. Es scheint, als hätte er sein Wort gehalten. Und das, obwohl die geplanten Kosten für die sechsspurige und 7,6 Kilometer lange Neubaustrecke noch mal enorm gestiegen sind: von ursprünglich 900 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro.
Endlich ist klar: Der Albaufstieg wird gebaut. Während der schwierigen Haushaltsmanöver des Bundes waren in Baden-Württemberg viele Menschen sehr angespannt, ob die Finanzierung für den Albaufstieg in diesem Haushalt klappt. „Es wurden bereits Ausschreibungen gestoppt. Deshalb war es höchste Zeit, dass offiziell die Baufreigabe erteilt wurde“, wird der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zitiert. Es herrsche nun mehr Planungssicherheit und weitere Ausschreibungen könnten folgen, „damit hoffentlich rasch die Bauarbeiten beginnen können“. Aktuell ist der Baustart für Herbst 2027 vorgesehen.
Besonders dankbar zeigte sich der Minister für das „intensive Werben der kommunalen und landespolitischen Akteure“. Mit dem Bau der Trasse könne „der letzte Engpass der A8 beseitigt“ werden. Hinzu komme „eine deutlich kürzere, sicherere und, dank weniger Staus, auch für das Klima bessere Verkehrsführung“, hebt Hermann die Notwendigkeit des Projekts hervor. „Für das Land ist der Albaufstieg das mit Abstand wichtigste Straßenbauprojekt der kommenden Jahre.“
Wie das Landratsamt Göppingen schreibt, sei die Baufreigabe für Landrat Markus Möller „eine tolle Nachricht kurz vor Nikolaus“, die bei ihm große Freude und Erleichterung ausgelöst habe. Die Beharrlichkeit und der Einsatz hätten sich damit ausgezahlt. Aus Sicht des Landrats sei es ohnehin überfällig gewesen, dass aus der langen Zitterpartie endlich Gewissheit werde. Jetzt gelte es, „rasch in die Gänge zu kommen, sodass das positive Signal aus Berlin auch draußen von der Bevölkerung gesehen werde“.
Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi und ihr Parteikollege, der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber, äußerten sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung zur Baufreigabe. „Was für eine Nachricht! Die Baufreigabe für den Albaufstieg ist ein starkes Signal für unsere Heimat und für Baden-Württemberg insgesamt“, heißt es darin. Der Albaufstieg sei aus ihrer Sicht „ein Herzstück für die Mobilität im Süden Deutschlands“ und leiste „einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region“. Für die beiden CDU-Abgeordneten ist der Albaufstieg „nicht nur ein Straßenbauprojekt; er ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“. Wie schon Verkehrsminister Hermann pochen auch Razavi und Färber auf eine zügige Umsetzung, damit „die Menschen im Filstal die dringend benötigte Entlastung bald spüren“.
Auch der Vorsitzende der Göppinger SPD-Kreistagsfraktion, Benjamin Christian, begrüßt die nunmehr finale Freigabe der Finanzmittel für den Bau des Albaufstiegs im Zuge der Autobahn 8. Er sagt im Hinblick auf das Bauvorhaben: „Es wird, wenn es hoffentlich zügig vollendet ist, Lebensqualität, Mobilität und Wirtschaftskraft im Landkreis fördern.“
Das grüne Licht für die zusätzlichen Infrastruktur-Mittel von drei Milliarden Euro im Bereich des Verkehrsministeriums lobt auch der Geislinger Thomas Reiff, mit dem zusammen Benjamin Christian die SPD-Fraktion im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistages vertritt. Beide sind überzeugt, dass die Bundesregierung damit „einen sinnvollen und konsequenten Schritt vollzogen hat“.
Der stellvertretende SPD-Fraktions-Vorsitzende Peter Hofelich pflichtet dem bei. Er sagt: „Unser Land und auch unser Kreis brauchen in der gegenwärtigen konjunkturellen Lage Investitionen. Auch und gerade in besseren Straßenbau.“
Oliver Strommer vom FDP-Kreisverband Göppingen bezeichnet die Baufreigabe als „sehr gutes und längst überfälliges Signal für die Verkehrsinfrastruktur“. Gerade für Pendler, Unternehmen, den Fernverkehr und die Gemeinden im Oberen Filstal werde der Albaufstieg nach seiner Fertigstellung „erheblich zur Entlastung beitragen“, meint Strommer zuversichtlich.