Das Problem des wilden Parkens in Hoheneck – vor allem bei Großveranstaltungen in der Innenstadt und besonderen Events im Blüba – ist seit Jahren bekannt. In den Griff bekommen hat die Stadt dies bis heute aber nicht. Kontrollen bringen wenig.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Bereits 2019 diskutierte man im Stadtteilausschuss über das wilde Parken im Hohenecker Heilbadweg, ebenso im vergangenen Dezember. Verbessert hat sich die Lage bislang jedoch nicht, wie am Freitagabend im aktuellen Ausschuss noch einmal deutlich wurde. Vielmehr erhitzt die Situation weiterhin die Gemüter. Denn eine schnelle Lösung des Problems scheint nicht in Sicht.

Viele Blüba-Besucher stellen ihr Auto im Heilbadweg ab

Gerade an Tagen mit schönem Wetter sowie Großveranstaltungen in der Stadt reihen sich die geparkten Autos im Hohenecker Heilbadweg dicht an dicht. Man versuche, für 2022 Maßnahmen zu finden, hatte Heinz Mayer, der bei der Stadt zuständig für den Fachbereich Sicherheit und Ordnung ist, vergangenen Dezember versichert. Passiert ist bislang wenig. Außer, dass es vermehrte Kontrollen vom städtischen Vollzugsdienst sowie dem kommunalen Ordnungsdienst gab. Diese wurden hauptsächlich an städtischen Veranstaltungstagen wie dem Pferdemarkt, dem verkaufsoffenen Sonntag oder dem Kastanienbeutelfest durchgeführt. Ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge fand man dabei immer – besonders viele am 3. Oktober. „Da hatte das Blüba einen erfolgreichen Tag“, berichtete die für Hoheneck Zuständige bei der Stadt, Laura Härle, am Freitagabend im Stadtteilausschuss.

Neben den Kontrollen müssen weitere Maßnahmen her

Die Kontrollen soll es deshalb auch weiterhin geben, versicherte Härle. „ Wir verstehen aber und sind uns dem Problem bewusst, dass es weitere Maßnahmen geben muss, was das Thema Verkehr und Parkflächen angeht“, so Härle. Geplant sei deshalb etwa der Einsatz digitaler Ortsanzeiger, LED-Anzeigen an verschiedenen Stellen der Stadt und eine erhöhte Taktung des ÖPNV-Verkehrs an besonders frequentierten Innenstadt-Tagen. Außerdem soll das bestehende Parkleitsystem noch bis Ende dieses Jahres erweitert werden. Ebenso habe die Stadt ein Konzept zum Thema Blühendes Barock und Verkehrslenkung erarbeitet. Dieses soll am Donnerstag im Mobilitäts- und Umweltausschuss vorgestellt werden.

Parkfläche der PH sonntags nutzen?

Für Michael Roock (CDU) nicht genug. Er schlug vor, sonntags etwa die Parkfläche der PH als Parkfläche auszuweisen und von dort Shuttles einzusetzen. „Es ist doch so, dass Ortsfremde überall nach einem Parkplatz suchen und einfach nichts finden. Da liegt es am Ende auf der Hand, dass sie irgendwo parken, wo man nicht parken darf. Es braucht also mehr Parkplätze“, sagte er. Mit Shuttles habe man in der Vergangenheit keine gute Erfahrung gemacht, erklärte Laura Härle. „Damals wurde das Angebot sehr schlecht angenommen und dazu war es sehr teuer.“ Dennoch wolle man weiterhin prüfen, ob dies grundsätzlich wieder eine Option wäre. Klar wurde jedoch: Eine schnelle Lösung des Problems ist auch weiterhin nicht in Sicht.