Verkehrsüberwachung in Stuttgart Stadt zählt weniger Tempoverstöße

Von StZ 

Mit Abstand am häufigsten, nämlich 265-mal am Tag, blitzte es an den erst Mitte 2016 aufgestellten Säulen in der Friedrich- und in der Theodor-Heuss-Straße. Dort gilt nachts Tempo 30. Der Rückgang hat einen simplen Grund.

Die Blitzer-Statistik hat ihre Tücken. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Die Blitzer-Statistik hat ihre Tücken. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Das Stuttgarter Ordnungsamt hat im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren weniger Tempoverstöße verzeichnet. Laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten gab es 2017 gut 420 000 Geschwindigkeitsvergehen an den stationären Anlagen und bei mobilen Überwachungen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahr davor um knapp 20 000. 1125 Autofahrer verloren ihren Führerschein. Im Rekordjahr 2016 waren es noch rund 1400 gewesen.

Mit Abstand am häufigsten, nämlich 265-mal am Tag, blitzte es an den erst Mitte 2016 aufgestellten Säulen in der Friedrich- und in der Theodor-Heuss-Straße. Dort gilt nachts Tempo 30. So soll vor allem die Partyszene ausgebremst werden, die häufig Rennen veranstaltet. Die Verkehrssicherheit habe sich dadurch verbessert, die Zahl der Verstöße sei aber immer noch zu hoch, urteilt die Stadt.

Der Rückgang der Gesamtzahl hat aber auch einen ganz simplen Grund: Die fest installierten Blitzer sind nicht alle mit voller Kraft im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen waren wegen diverser Bauarbeiten das ganze Jahr über oder für mehrere Monate nicht scharf gestellt.

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