Verleihung des Siegels Sillenbuch ist fair

Von Martin Bernklau 

Die Projektgruppe hat lang dafür gerackert: Am Freitag, 14. März, ist der Stadtbezirk Sillenbuch mit dem beliebten Fairtrade-Siegel ausgezeichnet worden. Der Bürgermeister Werner Wölfle hat es überreicht.

Es ist ziemlich begehrt, das Fairtrade-Siegel. Sillenbuch hat es neuerdings. Das Foto zeigt unter anderem Werner Wölfle (rechts) und den Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck (Dritter von rechts). Foto: Martin Bernklau
Es ist ziemlich begehrt, das Fairtrade-Siegel. Sillenbuch hat es neuerdings. Das Foto zeigt unter anderem Werner Wölfle (rechts) und den Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck (Dritter von rechts). Foto: Martin Bernklau

Sillenbuch - Sillenbuch sei „gut versorgt“, habe er bald gemerkt. Das sagte der gastgebende, noch recht neue katholische Pfarrer Roland Rossnagel zur Begrüßung. Das Fairtrade-Siegel vervollständige das, und die Kirchen seien „froh, mitwirken zu dürfen an der Arbeit für Eine Welt“. Am Freitag, 14. März, wurde die begehrte Auszeichnung bei einer kleinen Feierstunde im Gemeindehaus überreicht.

Wichtiger Nachmittag für Bauern in armen Regionen

Die Fun Singers, ein Frauenchor des Liederkranzes Heumaden unter der Leitung von Dorrit Meincke, hatten mit „Over the Rainbow“ ein passendes Regenbogenlied für die Vision einer gerechteren Welt mit fairerem Handel ausgewählt. Für den Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck war es „ein großer Tag“, wie er sagte. Und der Ehrengast Werner Wölfle als Verleiher des Zertifikats setzte noch einen drauf. „Wahrhaftig Gold wert“ sei dieser Nachmittag für die Bauern in den armen Ländern und Regionen der Welt, sagte der Stuttgarter Bürgermeister und fragte rhetorisch: „Wo, wenn nicht in Sillenbuch, sind die Voraussetzungen an Wohlstand so gut?“ – für eine solche Entwicklungshilfe.

Wölfle sorgte selbst dafür, dass nicht nur er und der Bezirksvorsteher auf das Foto zur Feier des Tages kamen, sondern auch diejenigen, die als Projektgruppe Fairer Handel und sogenannte Steuerungsgruppe mit Engagement dazu beigetragen haben, dass der Bezirk, seine Behörden, seine Gastronomen und Händler die recht strengen Voraussetzungen der Fairtrade-Bewegung erfüllen.

Ein Film über den Kakaoanbau

Denn bloß bei Sitzungen des Bezirksbeirats Kaffee mit dem blau-grünen Siegel ausschenken, das reicht nicht. Im Namen der Gruppe bedankte sich ihr Sprecher Volker Kleff und stellte die Fairtrade-Idee kurz vor. Hildegard Feldtkeller zeigte mit einem Film über Kakaoanbau in der Dominikanischen Republik, wie fairer Handel in einem armen Entwicklungsland ganz praktisch aussieht und wie er wirkt.

Die andere Seite fairen, bewussten und verantwortungsvollen Konsums ist der Kauf regionaler Produkte: Mit einem geselligen Verkauf von Fairtrade-Produkten zu heimischen Butterbrezeln, Apfelsaft, zu Lemberger von der Mönchhalde und Weißem von der Stuttgarter Weinsteige klang die sehr gut besuchte Feier fröhlich aus. Dazu sang der junge Chor Spirit Voices von der Gemeinde Sankt Michael.

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