Vernissage in Backnang Brisante Ausstellung: Installation mit Bildern aus dem KZ Dachau

Teil der Installation von Hartmut Renner, ein Foto aus dem Konzentrationslager Dachau Foto: Veranstalter

Werke des Schorndorfer Architekten und Künstlers Hartmut Renner sind vier Wochen lang im Backnanger Helferhaus zu sehen. Vernissage ist an diesem Sonntag.

Eine ungewöhnliche, brisante Ausstellung ist demnächst im Helferhaus in Backnang (Rems-Murr-Kreis) zu sehen. Der Heimat- und Kunstverein Backnang präsentiert von diesem Sonntag an Werke von Hartmut Renner unter dem Titel „Das Unsagbare – Der kalte Blick“. Der 1954 in Künzelsau geborene Architekt und Künstler Hartmut Renner lebt und arbeitet in Schorndorf.

 

In raumgreifenden Foto-Licht-Installationen stellt Renner in seiner Backnanger Schau laut der Veranstalter Bilder aus dem Konzentrationslager Dachau neben Bilder, die das alltägliche Leben während der NS-Zeit zeigen. Hinzu kommen Verweise auf aktuelle Tragödien.

Blick auf die Ungerechtigkeiten der Welt

In dieser Konfrontation wirft Hartmut Renner diverse Fragen auf, heißt es in der Ankündigung des Kunstvereins – „etwa die, ob wir den Ungerechtigkeiten der Welt mit einem ,Kalten Blick’ begegnen und empathielos bleiben im Angesicht von Grausamkeiten und als Notwehr verharmloster staatlicher Gewalt in unserer Zeit“.

Renner untersucht, welche Überlebensstrategien im Spannungsfeld zwischen Grausamkeit und gesellschaftlicher Normalität sichtbar werden. Begleitend wird in der Ausstellung der Film „Auf den Spuren der Mörderväter“ von Rolf Feilmetzger gezeigt.

Zwischen Grausamkeit und gesellschaftlicher Normalität

Vernissage ist an diesem Sonntag, 19. April, von 11.30 Uhr an im Heimat- und Kunstverein Backnang, Helferhaus, Petrus-Jacobi-Weg 5. Eine Einführung in die Ausstellung wird der Schorndorfer Kulturjournalist Thomas Milz geben. Zur Finissage am 17. Mai um 16 Uhr hält Eberhard Abele einen Vortrag zum Thema „Die Akte Guttenberger – Handlungsspielräume im Nationalsozialismus“.

Der Eintritt in die Ausstellung, die bis zum 17. Mai zu sehen ist, ist frei. Die regulären Öffnungszeiten der Galerie im Helferhaus sind Dienstag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr, Samstag von 11 bis 18 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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