Corona-Verstöße in Stuttgart-Möhringen Polizei löst Miniparty am Klärwerk auf

Diese Stelle am Klärwerk in Stuttgart-Möhringen hat nicht nur viele Besucher, sondern auch viel hinterlassenen Müll. Foto: privat
Diese Stelle am Klärwerk in Stuttgart-Möhringen hat nicht nur viele Besucher, sondern auch viel hinterlassenen Müll. Foto: privat

Fünf Jugendliche haben in Stuttgart-Möhringen die Coronaregeln missachtet – angesichts des Mülls sind sie aber nicht die Einzigen, die sich bei der Kläranlage treffen. Mit welcher Strafe müssen sie rechnen?

Filderzeitung: Rebecca Anna Fritzsche (fri)
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Möhringen - Ein Treffpunkt am Klärwerk klingt zunächst nach keiner besonders attraktiven Option. Nichtsdestotrotz scheint sich am Klärwerk in Stuttgart-Möhringen, im Grünen in der Nähe des Körsch-Ufers, ein Treffort für Jugendliche entwickelt zu haben. Am Donnerstag, 23. April, hat die Polizei gegen 18 Uhr dort eine kleine Party aufgelöst. Fünf Jugendliche seien dort angetroffen worden, sagt die Polizeisprecherin Elena Marino, „keine Masken, kein Abstand“. Die Kollegen hätten einen Platzverweis erteilt und die Sache zur Anzeige gebracht.

Die Jugendlichen müssen mit Bußgeldern rechnen

Auf die fünf Jugendlichen kommen nun Geldstrafen für die Ordnungswidrigkeiten zu: das Nicht-Einhalten des Abstands, der fehlende Mund-Nasen-Schutz, die Beteiligung an einer privaten Zusammenkunft, alles Dinge, die nach der aktuellen Corona-Verordnung nicht gestattet sind. Je nach Höhe des jeweiligen Bußgelds könnte so durchaus eine dreistellige Summe pro Kopf zusammenkommen.

Auch der Müll ist an dieser Stelle offensichtlich ein Problem, beispielsweise liegen Flaschen oder Kondomverpackungen herum, auch ein alter Reifen und ein Stuhl sind zu sehen. Die fünf Jugendlichen, die von der Polizei erwischt wurden, seien zwar angehalten worden, ihren Müll wieder mitzunehmen, sagt Elena Marino. Doch sie seien sicher nicht die Einzigen gewesen, die sich hier getroffen haben.

Die Stelle am Klärwerk ist als Treffpunkt bekannt

Beim Ordnungsamt der Stadt Stuttgart kennt man den Treffpunkt am Klärwerk bereits. Die Problematik sei bekannt, heißt es aus der Pressestelle der Stadt. Darum werde dort in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Ähnlich äußert sich auch Elena Marino: Die Kollegen vom örtlichen Revier kontrollierten regelmäßig. Von einem „Hotspot“, also einem Ort, an dem sich solche nicht-coronakonformen Treffs besonders stark häufen, wollen aber weder Polizei noch Stadt sprechen.

Dazu zählen beispielsweise öffentliche Plätze in der Stuttgarter Innenstadt, wie Feuersee, Schlossplatz oder Marienplatz. Dort ist es zudem nicht erlaubt, Alkohol auszuschenken oder zu konsumieren. Zu unerlaubten Partys kommt es trotz Pandemie-Verordnungen immer wieder. In Filderstadt hat die Polizei im Dezember eine Feier mit 18 Personen aufgelöst, in Degerloch hatten Polizeibeamte im Januar rund 30 Partywütige in einer Tiefgarage angetroffen.

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