Feinstaub in Stuttgart Moos an der B 14 kommt weg

Von Konstantin Schwarz 

Die Mooswand an der Cannstatter Straße wird am Montag abgebaut. Doch die Studie ist mit dem Abbau der Wand noch nicht zuende.

Die Mooswand entlang der Cannstatter Straße wird abgebaut. Nun finden noch Vergleichsmessungen statt. Foto: Lg/Zweygarth
Die Mooswand entlang der Cannstatter Straße wird abgebaut. Nun finden noch Vergleichsmessungen statt. Foto: Lg/Zweygarth

Stuttgart - Die Mooswand an der Cannstatter Straße wird nach etwas mehr als einem Jahr wieder abgebaut. Die Mooswand ist Teil einer Pilotstudie, mit der geklärt werden soll, ob Moose Feinstaubpartikel nicht nur unter Labor-, sondern auch unter rauen Alltagsbedingungen filtern und abbauen können. Die Studie ist mit dem Abbau der Wand noch nicht zu Ende. Von Mai bis Ende Juni wird die Schadstoffbelastung in der Nähe des bundesweit bekannten Messpunktes Neckartor zum Vergleich weiter gemessen. Das sei für die Wirkungsuntersuchung nötig, sagt Rayk Rinke vom Umweltamt der Stadt.

Am Montag, 23. April, werden zunächst die Moosmatten von der Trägerkonstruktion gelöst, im Juli soll dann auch diese Konstruktion abgebaut werden. Der Pilotversuch mit verschiedenen Moosarten war im Februar 2017 gestartet worden. Im Sommer hatten sich die zunächst leuchtend grünen Moose trotz künstlicher Bewässerung und Beschattung braun gefärbt, zum Jahresende mussten dann Teile ausgetauscht werden, weil das an der senkrecht stehenden Wand festgetackerte Moos abgestorben war. Das Pilotprojekt wird von der Universität Stuttgart und dem Naturkundemuseum wissenschaftlich begleitet. Der Gemeinderat hat für den Versuch 388 000 Euro genehmigt, das Land gab für die Pilotstudie 170 233 Euro.

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