Ein damals 45-Jähriger soll einen Molotowcocktail aufs Haus seiner Ex-Lebensgefährtin in Ingersheim (Kreis Ludwigsburg) geworfen haben. Er steht wegen versuchten Mordes veor Gericht.
Ein 45-Jähriger ist wütend auf seine frühere Lebensgefährtin – und beschließt, diese umzubringen. In einer Nacht im Juni wirft er also einen sogenannten Molotowcocktail auf ihr Haus in Großingersheim mit der Absicht, einen Brand auszulösen. Dies ist jedenfalls der Vorwurf, dem sich besagter Mann nun ab dem 18. Dezember am Landgericht Heilbronn stellen muss. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf versuchten Mord.
Rauch zieht in die darüberliegende Wohnung
Konkret wird dem Angeklagten zur Last gelegt, am 29. Juni gegen 2.10 Uhr das Haus seiner Ex-Lebensgefährtin in der Seestraße in Großingersheim aufgesucht zu haben, wo er einen Molotowcocktail gegen ihre Terrassentüre schleuderte. Die damals 36-Jährige saß zu diesem Zeitpunkt im Esszimmer der Wohnung. Entgegen des Plans sei das Glas der Terrassentüre nicht zerbrochen, sodass der Molotowcocktail nicht ins Innere des Gebäudes gelangte.
Stattdessen war ein Feuer auf der Terrasse ausgebrochen, das Mobiliar in Brand setzte. Auch Teile des Gebäudes wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die vormalige Lebensgefährtin und Bewohner, die durch Rauchmelder geweckt worden waren, hatten den Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits selbst gelöscht. Verletzt wurde niemand, der Schaden wird auf 20.000 Euro geschätzt.
Urteil soll im März fallen
Der Angeklagte befindet sich seit 3. Juli in Untersuchungshaft. Insgesamt sind neun Prozesstage eingeplant, zu denen 30 Zeugen und drei Sachverständige geladen sind. Das Urteil soll am 16. März fallen.