Versuchter Telefonbetrug in Bad Cannstatt Nachbarn von betagtem Opfer vereiteln dreisten Betrug

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Eine 85-Jährige aus Bad Cannstatt wird von Unbekannten angerufen, die sich als Bankmitarbeiter sowie als Polizist ausgeben. Die Seniorin holt daraufhin mehrere Zehntausend Euro von der Bank, doch dann kommen ihr Zweifel.

Die 85-Jährige aus Bad Cannstatt wäre beinahe Opfer von Telefonbetrügern geworden. (Symbolbild) Foto: imago images / Westend61/Rainer Berg
Die 85-Jährige aus Bad Cannstatt wäre beinahe Opfer von Telefonbetrügern geworden. (Symbolbild) Foto: imago images / Westend61/Rainer Berg

Stuttgart-Bad Cannstatt - Telefonbetrüger haben in Stuttgart zurzeit wieder Hochkonjunktur. Allein im Laufe des Montags wurden der Polizei rund 40 Anrufe von Trickbetrügern gemeldet, die an das Geld von vornehmlich Senioren gelangen wollten. Im Fall einer 85-Jährigen aus Bad Cannstatt hätten die Täter beinahe reiche Beute gemacht, wären da nicht aufmerksame Nachbarn gewesen.

Wie die Polizei berichtet, meldeten sich Unbekannte am Montag bei der Seniorin und gaben sich als Bankmitarbeiter sowie als Polizeibeamter aus. Gegen 10.30 Uhr meldete sich zunächst der vermeintliche Bankangestellte und forderte die 85-Jährige auf, aus Sicherheitsgründen ihr Bankschließfach zu leeren. Offenbar um der Forderung Nachdruck zu verleihen, leitete er den Anruf an einen mutmaßlichen Komplizen weiter, der sich als Polizeibeamter ausgab und die Forderung wiederholte.

Aufmerksame Nachbarn verhindern Schlimmeres

Die Seniorin schenkte den beiden Betrügern zunächst Glauben und ging zu ihrer Bank, um aus ihrem Schließfach mehrere Zehntausend Euro Bargeld zu holen. Zuhause kamen der 85-Jährigen glücklicherweise Zweifel, woraufhin sie sich an ihre 63 Jahre alte Nachbarin und deren Lebensgefährten wandte. Diese erkannten den Betrug und alarmierten umgehend die Polizei. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen zu den Tätern aufgenommen.

Vor diesem Hintergrund warnt dir Polizei erneut eindrücklich vor solchen Betrugsmaschen und stellt klar, dass weder die Polizei noch ein Geldinstitut bei Bürgerinnen und Bürgern anrufen, damit diese ihr Geld an Fremde übergeben.




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