Ein 16-Jähriger versucht, in Renningen zehn Euro von einer 15-Jährigen zu erpressen. Ein 39-Jähriger geht dazwischen. Der Jugendliche zieht eine Schreckschusswaffe und flieht anschließend. Die Polizei kann ihn kurz darauf festnehmen.

Ein 16-Jähriger, der in Renningen erst eine Jugendliche überfallen wollte und anschließend einen zur Hilfe eilenden 39-Jährigen mit einer Schreckschusswaffe bedrohte, ist am Donnerstag von der Polizei festgenommen worden.

 

Versuchter Überfall in Renningen

Laut Polizeiangaben versuchte der 16-Jährige am 23. Mai gegen 15.50 Uhr am Bahnhof Renningen in Begleitung eines 15-Jährigen zehn Euro von einem ebenfalls 15-jährigen Mädchen zu erpressen. Diese antwortete ihm, dass sie das Geld nicht habe. Der ältere Jugendliche drückte daraufhin das Mädchen gegen die Wand der Bahnhofsunterführung, durchsuchte ihre Handtasche und stahl stattdessen ein Feuerzeug.

Ein Zeuge kam der Jugendlichen zu Hilfe. Hierauf soll der Tatverdächtige aus dem Hosenbund eine Schreckschusswaffe gezogen und den 39-Jährigen mit dieser bedroht haben. Anschließend flohen der Tatverdächtige und dessen Begleiter in Richtung Bahnsteig und fuhren mit einer Bahn davon.

Die Polizei nahm die beiden Opfer zum Polizeirevier nach Leonberg mit, um deren Aussagen aufzunehmen.

Täter versucht zu flüchten

Im Bereich der Römerstraße in Leonberg erkannten die Opfer den Tatverdächtigen, der in diesem Moment in einen Linienbus einstieg. Polizisten stoppten den Bus und forderten den Tatverdächtigen sowie dessen Begleiter auf auszusteigen. Der 16-Jährige versuchte davonzurennen. Bei der Flucht verlor er die Schreckschusswaffe. Nach kurzer Verfolgung gelang es den Beamten, den Tatverdächtigen vorläufig festzunehmen. Bei einer Durchsuchung konnte das geraubte Feuerzeug gefunden werden. Er wurde vorläufig festgenommen und zum Polizeirevier Leonberg gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er auf freien Fuß gesetzt.