Vertrag gekündigt Glasfaser im Kreis Esslingen: Firma hat kein Interesse mehr an Ausbau

Der Glasfaserausbau in Erkenbrechtsweiler lässt auf sich warten. (Symbolfoto) Foto: Matthias Rietschel

Die Gemeinde Erkenbrechtsweiler (Kreis Esslingen) beendet die Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser. Jahre lang war der Netzausbau versprochen, doch nicht umgesetzt worden.

Reporter: Elke Hauptmann (eh)

Genug ist genug: Die Gemeinde Erkenbrechtsweiler teilt mit, dass sie die Zusammenarbeit mit der Firma Deutsche Glasfaser offiziell beendet. Diese hatte wenige Tage zuvor verkündet, sie habe kein Interesse mehr am Bau von ultraschnellen Internetanschlüssen im Ort.

 

Damit zieht man im Rathaus der rund 2200 Einwohner zählenden Gemeinde auf der Schwäbischen Alb den Schlussstrich unter ein Projekt, das über mehr als drei Jahre hinweg den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes in Aussicht gestellt hatte, ohne dass es schlussendlich zur Umsetzung kam.

„In diesem Zeitraum wurde der Bevölkerung wiederholt ein baldiger Ausbau zugesichert. Konkrete Fortschritte blieben jedoch aus“, informiert die Gemeindeverwaltung die Einwohnerschaft auf ihrer Homepage. „Zeitpläne wurden mehrfach verschoben, verbindliche Aussagen vermisst und die Bürgerinnen und Bürger immer wieder vertröstet“, heißt es dort weiter.

Haushalte und Betriebe warten seit Langem auf schnelles Internet

Viele Haushalte und Betriebe würden seit langem vergeblich auf den angekündigten Ausbau warten, sie „fühlten sich zunehmend hingehalten“. Diese Hängepartie soll endlich ein Ende haben. Das Rathaus versichert: „Ziel ist es weiterhin, den dringend benötigten Glasfaserausbau verlässlich und transparent voranzubringen.“

Mit der Firma Fiber Europe hat sich den Angaben zufolge ein neuer Interessent angekündigt, der den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes in Erkenbrechtsweiler realisieren möchte. Über das Vorhaben und das weitere Vorgehen will das Unternehmen am Montag, 2. März, in einer Sondersitzung des Gemeinderats informieren. Diese findet um 19 Uhr im Gymnastikraum der Mehrzweckhalle statt. Der Bürgerschaft wird an diesem Abend auch die Möglichkeit gegeben, Fragen an den potenziellen Investor zu stellen.

Das österreichisch-deutsche Unternehmen wurde 2021 gegründet. Eigenen Angaben zufolge setzt Fiber Europe auf eine innovative Verlegemethode für Glasfaserkabel, die eine deutlich höhere Geschwindigkeit beim Ausbau ermöglicht: „Das Stufenschleifverfahren ist minimal-invasiv, schneller, günstiger und nachhaltiger.“

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