Vertragsverlängerungen im Volleyball Allianz MTV macht Nägel mit Köpfen

Stuttgarts Volleyballerinnen haben viel Grund zur Freude. Foto: Baumann
Stuttgarts Volleyballerinnen haben viel Grund zur Freude. Foto: Baumann

Der Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart verlängert alle wichtigen Verträge – nur der Trainer fehlt noch, doch das hat persönliche Gründe. An diesem Mittwoch (19 Uhr) geht es in der Champions League gegen Beziers VB.

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Stuttgart - In einer Woche ist Weihnachten. Die Verantwortlichen beim Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart haben allerdings schon jetzt Geschenke verteilt. An sich selbst. Denn im Paket wurden die wichtigsten Verträge verlängert. Die beiden Hauptsponsoren Allianz und Scharr, zugleich zwei der vier Gesellschafter des Vereins, stemmen gemeinsam weiterhin rund die Hälfte des Etats von 1,4 Millionen Euro und bleiben bis mindestens 2022 am Ball. Wie Geschäftsführer Aurel Irion (47), der seit drei Jahren im Amt ist, nun einen neuen Drei-Jahres-Kontrakt unterschrieben und gleichzeitig Sportdirektorin Kim Renkema (31) für drei weitere Jahre verpflichtet hat. Damit genießt Allianz MTV Stuttgart eine mittelfristige Planungssicherheit wie kein anderer Verein in der Volleyball-Bundesliga. Einerseits. Andererseits ist diese komfortable Situation natürlich auch eine Verpflichtung. „Kontinuität ist einer der wichtigsten Aspekte, um erfolgreich arbeiten zu können“, sagte Aurel Irion. Und Kim Renkema meinte: „Wir sind, was die Sponsoren angeht, sehr breit gestreut und nicht auf einen Hauptpartner angewiesen. Das ist ein großer Vorteil und sehr wichtig für mittel- und langfristigen Erfolg.“

Wie auch der richtige Trainer. Sehr gerne hätten die MTV-Funktionäre bereits jetzt das Bleiben von Giannis Athanasopoulos über die Saison hinaus verkündet, doch der Chefcoach musste am Freitag völlig überraschend in seine griechische Heimat fliegen, weil sein Vater verstorben ist. Er wird erst kurz vor dem ersten Heimspiel in der Champions League an diesem Mittwoch (19 Uhr) in der Scharrena gegen den französischen Meister Beziers VB zurückkehren. Irion und Renkema sind zuversichtlich, auch ihren wichtigsten Angestellten weiter an sich binden zu können: „Nur noch seine Unterschrift fehlt.“

Schlüsselspiele im Dezember

Es wäre das letzte Puzzleteil. Aber nicht nur. Schließlich hoffen die Stuttgarter Volleyballerinnen, dass sich nicht erst in der Zukunft alles bestens zusammenfügt. Sondern auch schon in dieser Saison. Das Pokalendspiel haben sie bereits erreicht, die Gruppenphase der Königsklasse ebenfalls, dort träumen sie vom Einzug ins Viertelfinale. Oberstes Ziel ist nach vier Vizemeisterschaften allerdings der DM-Titel. Noch im Dezember geht es in der Bundesliga gegen die beiden härtesten Konkurrenten Dresdner SC (Samstag, 18.10 Uhr, Scharrena) und SSC Schwerin (26. Dezember), doch schon jetzt ist sich Kim Renkema sicher: „Wir haben das beste Team, das je in Stuttgart gespielt hat. Jetzt kommt es auf Details an. Wenn alle fit bleiben, haben wir gute Chancen auf die Meisterschaft.“

Und wenn’s wieder nicht klappt? Gibt es natürlich die Möglichkeit, die Einnahmen weiter zu verbessern, um noch mehr sportliche Qualität holen zu können. Langfristig soll der Etat noch einmal um mindestens 30 Prozent wachsen, um mit dem SSC Schwerin und dem Dresdner SC in einer Liga zu spielen. „Ich will immer auf Platz eins stehen“, sagte Kim Renkema, „und das gilt nicht nur für den sportlichen Bereich.“

In einer Woche ist Weihnachten. Es ist genau die richtige Zeit, um Wünsche für die Zukunft zu äußern.

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