Verweilverbot in Stuttgart Entscheidung der Stadt steht noch aus

Es ist noch keine Entscheidung bezüglich eines Verweilverbots an  beliebten Plätzen der Stadt gefallen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 7 Bilder
Es ist noch keine Entscheidung bezüglich eines Verweilverbots an beliebten Plätzen der Stadt gefallen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Nachdem es am Wochenende rund um den Schlossplatz in Stuttgart zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen ist, will die Stadt zeitnah intern über ein sogenanntes Verweilverbot sprechen.

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Stuttgart - Nach den Auseinandersetzungen in Stuttgart zwischen feiernden und meist jungen Menschen und der Polizei hat die Stadt noch nicht über ein sogenanntes Verweilverbot an den beliebten Plätzen in der City entschieden.

„Das wird zeitnah intern besprochen“, sagte eine Sprecherin im Rathaus, ohne weitere Details zu nennen. In der Nacht zum Montag war es in Stuttgart und vor allem an der Freitreppe im Stadtzentrum ruhig geblieben. „Wir haben keine größeren Vorfälle festgestellt“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Ein Verweilverbot könnte nach Angaben von Stuttgarts Ordnungsbürgermeister Clemens Maier freitags und samstags in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr bis zum Beginn der Sommerpause Ende Juli gelten. „Ein Verweilen und Lagern würde dann an diesen Orten nicht mehr möglich sein“, hatte Maier am Sonntag gesagt.

Fünf Polizisten bei Einsatz verletzt

In den vergangenen Nächten hatten Randalierer die Polizei auf Trab gehalten. Teilweise hatten sich am späten Samstagabend zwischen 500 und 600 Menschen an der beliebten Freitreppe am Schlossplatz versammelt. Die Stimmung sei gekippt, als Polizisten Feiernde wegen des gelten Alkoholverbots und der Corona-Regeln ansprachen. Flaschen flogen in Richtung der Einsatzkräfte. Polizisten wurden nach eigenen Angaben massiv beleidigt und es kam zu Auseinandersetzungen. Fünf Polizisten seien verletzt worden, hieß es. Die Treppe war bereits am Freitagabend geräumt worden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beklagte einen zunehmend rücksichtslosen Umgang mit Polizisten. Es gebe bundesweit immer mehr Übergriffe - zum Beispiel bei Masken-Kontrollen. Das fange bei der Sprache an und werde dann schnell auch körperlich. „Die Kolleginnen werden angespuckt, sie werden angehaucht. Darüber mag man erst vielleicht schmunzeln, aber im Zusammenhang mit Corona ist es natürlich auch eine Situation, die ein Einsatzbeamter nicht besonders lustig findet - gerade weil auch großes Gefahrenpotenzial für die eigene Gesundheit besteht“, sagte der GDP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow im SWR-Radio. Darüber hinaus gebe es handfeste körperliche Auseinandersetzungen. Der GdP-Chef sprach sich für Verweilverbote auf bestimmten Plätzen aus.




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