Verzögerung an der Zollbergrealschule Container lassen auf sich warten

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Die Schüler an der Zollbergrealschule müssen vielleicht in den Schichtunterricht gehen.

Der Hauptbau der  Zollbergrealschule ist mit PCB belastet. Foto:  
Der Hauptbau der Zollbergrealschule ist mit PCB belastet. Foto:  

Esslingen - Schwierig gestaltet sich die Suche der Bauverwaltung nach Containern, in denen die Schüler und Lehrer der Zollbergrealschule unterkommen sollen. Das Städtische Gebäudemanagement Esslingen (SGE) sei zwar in Verhandlungen mit verschiedenen Herstellern, doch sei eine schnelle Lieferung nicht in Sicht. Selbst der Juli, der als Termin für die Eröffnung des Schul-Container-Dorfes im Gespräch war, den kann der SGE-Chef Oliver Wannek nicht bestätigen.

Seitdem bekannt ist, dass in der Schule der Grenzwert des krebserregenden PCB um das Zehnfache überschritten ist, will die Schulleitung die Kinder in Containern unterrichten. Die Container sollen auf dem Hartplatz neben der Schule stehen. Einen Umzug in die etwa vier Kilometer entfernte teils leer stehende Adalbert-Stifter-Schule lehnt die Schulleitung aus pädagogischen Gründen ab.

Zwei Jahre im Kontainer

Doch müssen die Schüler und die Lehrer um der Schul-Pädagogik willen nicht in vergifteten Räumen ausharren. Die Schule sei dabei, ein Unterrichtskonzept zu erarbeiten, das ohne die Klassenräume des kontaminierten Hauptbaus auskomme, sagt die Stadt. Möglich wäre beispielsweise eine Art Schicht-Unterricht in Nebengebäuden, bei dem eine Klasse einen Raum vormittags belegt und eine andere Klasse den Raum nachmittags. Es sieht deswegen mau aus für eine schnelle Lösung, weil die SGE zwischen 70 und 80 Container braucht, und zwar von ein und demselben Hersteller, damit sie miteinander kompatibel sind.

Sicher ist eines: Vier Container kommen Ende Mai. Sie werden am 24. Mai geliefert und sollen um den 27. Mai herum in Betrieb gehen. Oliver Wannek hofft, dass er bald mit einem neuen Lieferanten handelseinig wird und vielleicht schon vorab einen Teil der Container bekommt, um die Schule ein bisschen zu entlasten.

Auch ist nicht klar, ob die Schule abgerissen werden muss oder kernsaniert werden kann. Hat die Verwaltung diese Frage entschieden, dann wissen die Schüler auch, wie lange sie in den Containern bleiben werden. Bei einem Neubau könnten das durchaus zwei Jahre sein.

Initiative ist nicht untätig

Die Eltern-Initiative an der Zollbergrealschule ist inzwischen auch nicht untätig. Sie fordert einen Runden Tisch mit der Stadtverwaltung, dem Regierungspräsidium, Schülern, Lehrern, dem Schulamt, der Schulleitung und den Eltern. „Wir möchten, dass eine schnelle Lösung gefunden wird und unsere Ängste ernst genommen werden“, sagt der Gründer der Initiative, Jörg Sanzenbacher.