Vesperkirche Stuttgart startet am 19. Januar Was bietet die Vesperkirche Stuttgart?

Für sieben Wochen ist Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann Gastgeberin der Vesperkirche Stuttgart Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Von 19. Januar bis zum 8. März macht die 31. Vesperkirche der Evangelischen Kirche Stuttgart die Leonhardskirche zum Ess- und Wohnzimmer der Stadt. Mit welchen Zielen?

Ist das Fest der Liebe vorbei, macht die Evangelische Kirche Stuttgart ernst mit der Nächstenliebe – auch in diesem Jahr lädt man zur Vesperkirche Stuttgart. Für sieben Wochen wird von diesem Sonntag, 19. Januar, an die Leonhardskirche in der Stadtmitte zum Ess- und Wohnzimmer der Stadt.

 
Immer gefüllt: Vesperkirche 2024 Foto: Johna

„Gemeinsam am Tisch sitzen und ein Zuhause auf Zeit sein – Vesperkirche Stuttgart ist etwas Besonderes für die, die mitwirken und für die, die als Gäste kommen“, sagt denn auch Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann. Erneut ist sie mit ihrem Team bis zum 8. März täglich von 9 bis 15 Uhr vor Ort. „Wir freuen uns wieder auf sieben Wochen Gastfreundschaft“, sagt Ehrmann. Und auch bei der 31. Vesperkirche Stuttgart geht es um weit mehr als um eine warme Mahlzeit für Bedürftige. „Zur Vesperkirche Stuttgart“, betont ein Sprecher, „gehören Mittagessen, heiße und kalte Getränke, die Möglichkeit zu Arztbesuchen, Fußpflege, neue Frisuren und Brillen, Kulturangebote, Beratung, Gemeinschaft, Gottesdienste sowie Impulse, ein Vesper to go und vieles mehr“.

Rotarier geben Essen aus

Allein könnte die Evangelische Kirche Stuttgart die Vesperkirche indes nicht stemmen. Kooperationen gibt es mit der Straßen-Universität Stuttgart, der Beratung der Stadt Stuttgart, den Außenstellen der Evangelischen Gesellschaft und St. Maria, aber auch mit der VfB-Stiftung und dem Demokratie-Bike des Sozialunternehmens Neue Arbeit gGmbH. Die Vesperkirche zeigt sich so als offene Bühne der Stadt – und so passt es, dass etwa auch der Rotary Club Stuttgart dabei ist: Am 26. Januar geben die Rotarierinnen und Rotarier das Vesperkirchen-Essen aus.

Engagiert als Leiter der Hymnuschorknaben Stuttgart wie als Rotarier: Rainer Johannes Homburg Foto: Wenzel

Über dieses „Hands on Projekt“ hinaus führt auch im Namen des Rotary Clubs Stuttgart das Engagement von Rainer Johannes Homburg. Der Leiter der Hymnuschorknaben Stuttgart gestaltet mit seinem Chor den Eröffnungsgottesdienst an diesem Sonntag, 19. Januar, um 10 Uhr musikalisch. Jeden weiteren Vesperkirchen-Sonntag um 16 gibt es weitere kulturelle Angebote – Entertainer-Grandseigneur Roland Baisch eröffnet den Reigen am 26. Januar.

Cap-Märkte engagieren sich

Und die Vesperkirche zeigt sich auch in ihrer ureigentlichen Aufgabe als wirkmächtig: Marktleiterin Giuseppina Tomasi, Leiterin des Cap-Marktes in Waiblingen-Beinstein, hat gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden ihrer Filiale sowie denen der Cap-Märkte in Ober- und Untertürkheim in der Advents- und Weihnachtszeit 800 Tüten prall gefüllt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln gesammelt. „Frau Tomasi hat mit großem Einsatz fast ganz Beinstein und Waiblingen aktiviert, zu spenden!“, sagt Gabriele Ehrmann. „Auch Kirchengemeinden und Vereine haben mit an- und eingepackt.“ Nun werden die 800 Tüten im Beisein von Giuseppina Tomasi an die Gäste der Vesperkirche Stuttgart ausgegeben – am Montag, 20. Januar, um 9 Uhr.

Auch Essensgutscheine helfen

Nicht für volle Tüten, aber doch für volle Teller kann man in den kommenden Wochen auf einfache Weise sorgen – mit Essensgutscheinen. Diese können bei den evangelischen Kirchengemeinden oder im Diakoniepfarramt, aber auch in der Vesperkirche selbst für fünf Euro gekauft werden.

Was ist nötig für Bedürftige?

„Prüfet alles, und das Gute behaltet“ (1. Thessalonicher 5,21) – das ist das Motto der Vesperkirche Stuttgart 2025. „Wir wollen alles auf den Prüfstand stellen“, sagt Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann zu dieser biblischen Zeile: „Was ist nötig für Menschen, die bedürftig sind in Stuttgart? Was ist unsere Aufgabe als diakonische Einrichtung der Evangelischen Kirche in Stuttgart?“ Damit ist deutlich: Die Vesperkirche versteht sich auch und gerade als Ort, an dem debattiert werden kann und soll. Umso mehr, als die Vesperkirche 2025 nach ersten Einschätzungen mehr gebraucht werden wird denn je.

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