VfB-Aus in der Champions League Kurz trauern – dann erneut Kurs auf die Königsklasse nehmen

Die Reise durch Europa ist für den VfB Stuttgart mit einer enttäuschenden Leistung zu Ende gegangen. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Für den VfB Stuttgart ist die Reise in der Champions League zu Ende. Das ist bitter – aber die Voraussetzungen für neue internationale Abenteuer sind gut, kommentiert unser Autor Dirk Preiß.

Sport: Dirk Preiß (dip)

Schluss. Aus. Vorbei. Das Abenteuer Champions League ist für den VfB Stuttgart fürs Erste beendet. Im Duell mit den Stars von Paris Saint-Germain ist es dem Team des Trainers Sebastian Hoeneß nicht gelungen, den einen noch nötigen Punkt zu ergattern. Die Zwischenrunde findet also ohne den VfB statt, der Rest vom Fest sowieso. Und für den Moment ist jede Enttäuschung darüber berechtigt.

 

Die sollte aber nicht die Sicht verstellen auf das, was in den vergangenen eineinhalb Jahren geleistet wurde. Der VfB ist fulminant vom Fastabsteiger zum Vizemeister geworden. Und auch, als zahlreiche Experten im vergangenen Sommer das jähe Ende des Höhenflugs besangen, haben sich die Stuttgarter nicht abbringen lassen von ihrem Weg.

Der führte nun zwar nicht in die Play-offs um den Einzug ins Achtelfinale. Club und Fans haben aber mehr als nur die Visitenkarte abgegeben im internationalen Fußball-Business.

Sicher: Mit etwas mehr Konsequenz und Konstanz hätten es mehr sein können als diese zehn Punkte am Ende der neuen Ligaphase. Das Weiterkommen wäre dann schon vor dem finalen Match gegen PSG perfekt gewesen. Aber auch so hat der VfB unabhängig von der 1:4-Lehrstunde gegen das Pariser Starensemble beeindruckt – etwa mit der Leistung bei Real Madrid (1:3) oder dem Sieg bei Juventus Turin.

Viel wichtiger aber: Das Team und sein Trainer haben es geschafft, trotz Drei- oder gar Vierfachbelastung (für alle Nationalspieler) auch in der Liga und im DFB-Pokal auf Kurs zu bleiben. Und so mag das Aus in der Königsklasse aktuell schmerzen. Zugleich ist aber die Basis gelegt für ein erneutes Erreichen der Champions League. Weitere internationale Auftritte entsprechen mittlerweile wieder zurecht den Stuttgarter Ansprüchen – die sich auch in den Personalkosten mehr und mehr spiegeln. Die verdienten Millionen aus der Königsklasse tun da aktuell gut, schaden aber auch künftig nicht.

Der VfB also hat viel geleistet unter Europas Besten, muss nun aber schnell umschalten – damit die Reise in der neuen Saison weitergehen kann.

Weitere Themen