VfB bei Werder Bremen Jahresendspurt 2025: voller Fokus auf die Bundesliga

Wie zuletzt in der Europa League gegen Tel Aviv wollen Bilal El Khannouss, Atakan Karazor und Josha Vagnoman (v.li.) auch in der Bundesliga in Bremen wieder Grund zum Jubeln haben. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der VfB Stuttgart steht vor entscheidenden Bundesliga-Partien gegen Werder Bremen und Hoffenheim. Welche Rolle die Rotation dabei spielt und was auf dem Spiel steht.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)

Noch zwei Bundesliga-Partien stehen im Jahresendspurt auf dem Programm, ehe der VfB über Weihnachten und Neujahr in eine dreiwöchige Spielpause geht. Zunächst liegt der Fokus an diesem Sonntag (19 Uhr) auf dem Auftritt bei Werder Bremen. Gemeinsam mit dem abschließenden Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (20. Dezember) könnten die Partien letztlich entscheiden, „wo für uns die Reise dann hingeht“, sagt der Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt zur Lage in der Liga.

 

Hier stehen die Stuttgarter als Siebter der Tabelle aktuell passabel da. Trotz der beiden Niederlagen, die es zuletzt beim Hamburger SV (1:2) und gegen den FC Bayern (0:5) setzte, betrug der Rückstand zu Bayer Leverkusen auf dem Champions-League-Rang vier vor Beginn des Spieltages nur einen Zähler. Jetzt geht es nach Bremen – und der VfB kann im Vergleich zur siegreichen Werkself wieder aufholen: „Wir wollen bei Werder als Team mit viel Entschlossenheit, Intensität und Spielfreude agieren und uns mit einem positiven Resultat in eine gute Ausgangsposition bringen“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß.

Unter die anderen beiden Wettbewerbe hat der VfB für 2025 bereits einen positiven Haken setzen können. Im Viertelfinale des DFB-Pokals spielt der Titelverteidiger am 4. Februar 2026 beim Zweitligisten Holstein Kiel. Zwei Siege ist man hier noch von einem erneuten Einzug ins Finale in Berlin entfernt. Ein Ziel, dass man bei den Stuttgartern klar vor Augen hat.

„Wir haben entsprechend der Erwartungen unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Wir hatten nach der 3:0-Führung einen kleinen Wackler, dennoch war der Sieg nie in Gefahr“, resümierte der VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth derweil den 4:1-Erfolg über Maccabi Tel Aviv vom Donnerstagabend in der Europa League.

Hier rangiert der VfB aktuell auf Platz neun der Tabelle – hat durch zuletzt drei Siege in Serie gegen Feyenoord Rotterdam, die Go Ahead Eagles Deventer sowie Maccabi „die Sicherheit, dass wir mindestens in den Play-offs mit dabei sind“, wie Wohlgemuth bilanziert: „Mit einem weiteren Sieg könnten wir womöglich eine K.-o.-Runde überspringen, direkt ins Achtelfinale kommen.“

Das wiederum würde den viel beschäftigten Stuttgartern Mitte Februar zwei Spiele ersparen. Schon jetzt ist klar, dass der Club mit vier englischen Wochen in Serie ins neue Jahr starten wird. „Es geht darum, die wechselnden Aufstellungen auf den Rhythmus der Spieler auszurichten. Durch die Fülle der Spiele müssen wir die Belastung auf mehrere Schultern verteilen“, sagt Wohlgemuth zur Rotation des Trainers Hoeneß, der gegen Tel Aviv erneut sechs Änderungen an seiner Startelf vornahm. „Dass wir das können, spricht für den Kader, in dem die Qualität breit verteilt ist.“

Auch für das Spiel im Bremer Weserstadion wird es wieder Änderungen in der VfB-Startformation geben: Klar ist, dass Lorenz Assignon, dem gegen Tel Aviv sein erstes Tor im Trikot mit dem Brustring gelang, am Osterdeich nicht spielen darf. Er ist nach der Roten Karte gegen den FC Bayern für dieses eine Spiel gesperrt – und wird vermutlich durch Josha Vagnoman ersetzt, der gegen Maccabi zum 4:1-Endstand ebenfalls traf.

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