VfB-Fanclubs Die sportliche Sicht der Ruhrpottschwaben

Von Henrik Lerch 

Die sportliche Sicht der Ruhrpottschwaben

"Wir sehen eine gute Entwicklung", so Döring, "und wir hoffen, dass wir durch Kontinuität in der sportlichen Leitung langfristig wieder sportliche Erfolge feiern können. Mit der Arbeit von Trainer Bruno Labbadia und Manager Fredi Bobic sind wir sehr zufrieden und wir hoffen, dass besonders Spieler aus der Region mit Wurzeln im Verein gefördert und gehalten werden."

Anders jedoch beurteilen die Ruhrpottschwaben die Arbeit der Vereinsführung: "Wir sind der Auffassung, dass VfB-Mitglieder und -Fans viel mehr Mitsprache bekommen müssen", so Kerstin Döring. "Die Satzung sollte so geändert werden, dass man bei einer Wahl zum Präsidenten nicht nur einen Kandidaten vom Aufsichtsrat vorgesetzt bekommt."

Nadine Samad-Tari, Bernd Schweickardt, Kerstin Döring und Co. wünschen sich schlichtweg mehr Demokratie: "Der Aufsichtsratsvorsitzende sollte einsehen, dass seine Zeit im Verein vorbei ist. Der neue Präsident Gerd Mäuser ist für uns nur ein Präsident, der nach dem Gusto des Aufsichtsrats entscheidet", so Döring. Nach Auffassung der Ruhrpottschwaben braucht der VfB mehr sportliche Kompetenz in seiner Vereinsführung. Zudem "sollten endlich ehemalige, verdiente Spieler in den Verein eingebunden werden."

Und wie soll's weitergehen? Die Ruhrpottschwaben wünschen sich, dass der VfB in den nächsten Jahren kontinuierlich oben in der Bundesliga mitspielt. Und das am besten mit Spielern, die mit Herz und Verstand zum VfB Stuttgart stehen und nicht beim erstbesten Angebot wieder verschwinden. Junge Spieler aus der Region sollten gefördert werden, sie sind auch als Vorbilder für kommende Generationen - von Spielern wie Fans - wichtig. "Außerdem wünschen wir uns", sagt Kerstin Döring, die Jürgen Klinsmann als ihren Lieblingsspieler bezeichnet, "dass der VfB beim Ticketing und in der Organisation professioneller wird und die Fans stärker einbindet."

Der VfB Stuttgart kann froh sein, dass er die Ruhrpottschwaben hat, weil...

"... wir immer den Verein unterstützen und nicht direkt pfeifen oder daheim bleiben, wenn es mal nicht so läuft", sagt Döring. "Darüber hinaus leisten wir wichtige Entwicklungsarbeit in einer Region, in der es eigentlich nur BVB-, Schalke-, MSV- oder Bochum-Fans gibt."

Um die Zukunft der Ruhrpottschwaben sorgt sich die 36-Jährige nicht so sehr wie um die des VfB Stuttgart: "Die nächste Generation Ruhrpottschwaben ist schon da und wird die Fahne in NRW für den VfB immer hoch halten."

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