VfB-Fankarte Das Stadionbier gibt es in Stuttgart wieder gegen bare Münze

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Was klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist aus Sicht vieler VfB-Stuttgart-Fans ein Riesenfortschritt: Von der Saison 2014/15 an wird es im Stadion wieder möglich sein, für Wurst und Bier mit Bargeld anstatt mit Fankarte zu bezahlen.

Die VfB-Fankarte soll bald als Zahlungsmittel ausgedient haben. Foto: Martin Stollberg
Die VfB-Fankarte soll bald als Zahlungsmittel ausgedient haben. Foto: Martin Stollberg

Stuttgart - Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist aus Sicht vieler VfB-Fans ein Riesenfortschritt. Von der Saison 2014/2015 an wird es im Stadion wieder möglich sein, für Stadionwurst und Bier mit Bargeld zu bezahlen.

„Seit der Saison 2009/2010 ist die ­VfB-Fankarte das Zahlungsmittel für die Besucher der Heimspiele“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Vereins. Künftig soll es jedoch möglich sein, sowohl mit EC-, Kredit- und Fankarte als auch mit barer Münze zu bezahlen. „Der VfB ­Stuttgart bietet dies als einziger Stadionbetreiber der Bundesliga in dieser Form an. Somit ist jegliches Zahlungsmittel möglich, und der Fan ist frei in der Entscheidung der Bezahlweise für sein Getränk oder seine­ ­rote Wurst“, teilt der Verein weiter mit.

Fans loben die Entscheidung

Aus Sicht der Anhänger ist das eine richtige und längst überfällige Entscheidung. „Für die Fans ist das wie ein zusätzliches ­Weihnachtsgeschenk“, sagt der Leiter der VfB-Fanbeauftragten, Christian Schmidt. Die Karten, ohne die man im Stadion nicht mehr einkaufen kann, waren bei den ­Anhängern nie besonders beliebt gewesen. ­„Wenigstens hatte sich der VfB für ein ­offenes System entschieden“, sagt Schmidt. Das bedeutet, dass die Karten, ohne die eine ­Verpflegung im Stadion derzeit nicht mehr möglich ist, auch als Zahlungsmittel außerhalb der Arena genutzt werden konnten – als Kredit- oder aufladbare Prepaidkarte. „Trotzdem hat sich ein großer Teil der Fans die Karten nur notgedrungen gekauft“, sagt Schmidt weiter.

Die Beiträge auf der VfB-Seite der ­Internetplattform Facebook geben dem Fanbeauftragten recht. „Gute Entscheidung“, „Endlich“ oder „Wird auch Zeit“, ist unter den mehreren hundert Kommentaren am häufigsten zu lesen. Einige der ­Anhänger fühlen sich durch die Entscheidung des Vereins bestätigt: „Hat sich das boykottieren der Kioske im Stadion ja doch gelohnt“, schreiben viele Anhänger.

In der Rückrunde können Karten noch aufgeladen werden

Für die Besitzer der Karten bedeutet die Entscheidung folgendes: In der Rückrunde der Bundesliga wird es noch möglich sein, die Fankarte zu kaufen und an einer der ­Ladestationen im Stadion aufzuladen. Von der kommenden Spielzeit an kann das bis zum Ablauf der Karten nur noch per ­Überweisung erfolgen. Dann können auch keine Karten mehr erworben werden.

„Damit bieten wir unseren Fans bei den Heimspielen den bestmöglichen Service an den Kiosken an“, erklärt der Vereinspräsident Bernd Wahler. „Wir haben die ­Erfahrungen der vergangenen Jahre mit der Karte als Grundlage für unsere Diskussion genommen und mit dem offenen ­Bezahlsystem eine richtig gute Lösung für unsere Fans gefunden.“