VfB-Fünferkette Ein Sieg der Mentalität

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Der VfB Stuttgart tut sich gegen den FC St. Pauli schwer, geht aber dennoch als Sieger vom Platz. Warum, das zeigen wir in unserer Spielanalyse „Fünferkette“.

Matchwinner Nicolas González (Mitte) hatte allen Grund zur Freude. Foto: Pressefoto Baumann 10 Bilder
Matchwinner Nicolas González (Mitte) hatte allen Grund zur Freude. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat auch sein zweites Heimspiel der Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga gewonnen. Wie schon zum Auftakt gegen Hannover 96 hieß es am Samstagnachmittag gegen den FC St. Pauli am Ende 2:1 – allerdings war die Mannschaft um den Kapitän Marc Oliver Kempf dabei erstmals in dieser Spielzeit mit einem Rückstand konfrontiert.

Spielidee

Der FC St. Pauli versuchte es mit einer extremen Defensivtaktik und hatte damit beinahe Erfolg. Es ist ein Muster, dass sich durch diese Saison ziehen wird: Die Stuttgarter machen das Spiel, während der Gegner sich mehr oder weniger einigelt. Der VfB brachte diesmal vor allem in der ersten Hälfte zu wenig Tempo ins Spiel, um das gegnerische Abwehrbollwerk zu durchdringen, was der Trainer Tim Walter hinterher auch monierte.

Spielentscheidend

Die Stuttgarter gaben nie auf und wurden dafür letztlich belohnt. Die neue VfB-Stärke bei Standardsituationen hat sich dabei erneut bezahlt gemacht. Diesmal traf Marc OIiver Kempf nach einer flach ausgeführten Ecke von Gonzalo Castro zum 1:1. Der Ausgleich verlieh den Stuttgartern noch einmal Schwung, so dass noch der Last-Minute-Sieg heraussprang.

Spielentscheider

Erst das Luftloch, dann das Sahnehäubchen. In der 70. Minute machte der eingewechselte Nicolas Gonzalez bei einem Konter viel richtig, traf ganz am Ende seiner guten Angriffsaktion allerdings den Ball nicht. Erinnerungen wurden wach an die vergangene Saison, als der Argentinier immer wieder Hauptdarsteller in unglücklichen Szenen war. Doch von dem Fehlschlag ließ er sich nicht unterkriegen und erzielte kurz vor Schluss nach Flanke von Borna Sosa den Siegtreffer.

Wortspiel

„Wir haben Herz gezeigt – und auch das macht diese Mannschaft aus“, sagte Daniel Didavi. Letztlich war es für den VfB ein Sieg der Mentalität an einem Tag, an dem spielerisch noch viel Luft nach oben blieb.

Spielplan

Weiter geht es für den VfB in der zweiten Liga mit einem Auswärtsspiel am Freitag (18.30 Uhr) bei Erzgebirge Aue. Der nächste Heimauftritt steht am übernächsten Montag, 2. September (20.30 Uhr), gegen den VfL Bochum auf dem Programm.