Der VfB Stuttgart II verliert im Ludwigspark zu Saarbrücken. Der Rückenwind des Sieges gegen 1860 war nicht stark genug für einen weiteren Erfolg der jungen Stuttgarter Nachwuchstruppe.
Das Spiel des 1. FC Saarbrücken gegen den VfB Stuttgart II in der 3. Liga war eines einer Mannschaft, die dringend den Bock umstoßen musste gegen eine, der das jüngst gelungen war. Doch der Rückenwind des VfB-II-Sieges gegen 1860 München aus der Vorwoche erwies sich schnell als laues Lüftchen. „Wir kamen zwar gut in die Partie rein und konnten für einige Unruhe im Saarbrücker Lager sorgen“, bilanzierte Stuttgarts Trainer Nico Willig, doch seine Mannschaft „ging zu fahrlässig“ mit den sich bietenden Möglichkeiten um und geriet mit dem Pausenpfiff auch noch „verdient in Rückstand“ (Willig). Rodney Elongo-Yombo traf zur Saarbrücker Pausenführung (45.+1).
Zum Pausentee gab es eine zünftige Ansprache in der Stuttgarter Kabine. Doch „leider habe ich vergessen, meiner Mannschaft zu sagen, dass Brünker ganz schön kopfballstark ist“, sagte Willig – und eben jener Brünker köpfte eine Elongo-Yombo-Musterflanke gleich nach Wiederbeginn zum 2:0 ein (46.). Den Stuttgartern war somit der Zahn gezogen. Die junge Mannschaft, Willig schickte in der Startelf drei A-Junioren ins Feuer und hatte bei Abpfiff vier U-19-Spieler auf dem Feld, schaffte es nicht, das Rückstand in einen Erfolg umzuwandeln.
Dies gelang Saarbrücken nach zuvor 16 Spielen ohne Sieg, dank der Sternstunde von Elongo-Yombo. Ein perfekter Einstand für Trainer Argirios Giannikis, der gerade einmal drei Tage in Saarbrücken in Amt und Würden war zum Zeitpunkt des Sieges. „Der berühmte Bock wurde endlich umgestoßen“, frohlockte die Saarbrücker Pressesprecherin im Nachgang, während ein konsternierter Willig davon sprach, dass bei seiner jungen Truppe „schnellstens ein paar Entwicklungsschritte folgen“ sollten, damit es nicht noch eng wird im weiteren Verlauf der Saison. Mit 32 Punkten steht die Mannschaft aktuell auf Tabellenplatz 13, 45 Punkte sind für den Klassenverbleib mindestens vonnöten.