InterviewVfB-II-Trainer Andreas Hinkel „Am Saisonende muss alles auf den Tisch“

Von Jürgen Frey 

Es muss einiges zusammenkommen, dass der VfB Stuttgart II noch den Abstieg aus der Regionalliga verhindern kann. Trainer Andreas Hinkel glaubt daran, signalisiert aber auch, dass er sich vorstellen kann, den VfB II in der Oberliga zu trainieren.

Seine Zukunft beim VfB Stuttgart  ist derzeit noch offen: Andreas Hinkel, der Trainer des abstiegsbedrohten Regionalligateams. Foto: Baumann
Seine Zukunft beim VfB Stuttgart ist derzeit noch offen: Andreas Hinkel, der Trainer des abstiegsbedrohten Regionalligateams. Foto: Baumann

Stuttgart - Voraussetzung Nummer eins: Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach muss den Klassenverbleib schaffen. Dazu sind für den Regionalligisten VfB Stuttgart II zwei Siege beim FSV Frankfurt (Samstag, 14 Uhr) und gegen Wormatia Worms (18. Mai, 14 Uhr/Gazistadion) Pflicht. Nur so kann der Absturz in die Oberliga verhindert werden. Trainer Andreas Hinkel äußert sich zur Lage.

Herr Hinkel, haben Sie noch Hoffnung auf den Klassenverbleib?

Natürlich. So lange rechnerisch noch etwas möglich ist, glaube ich dran und wird meine Mannschaft auch alles geben.

Die Konstellation ist ...

...nicht so, dass es komplett verrückt wäre, wenn wir es noch schaffen.

Schafft die SG Sonnenhof Großaspach in der dritten Liga aber nicht noch den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz, wäre der Abstieg des VfB II jetzt schon sicher.

Das stimmt und die Lage in der dritten Liga können wir auch nicht beeinflussen. Schon bei meinem Amtsantritt war klar, dass wir nur dann eine wirklich realistische Chance haben drin zu bleiben, wenn die SG Sonnenhof nicht absteigt. Denn bei fünf Regionalliga-Absteigern hätten wir drei Mannschaften überholen müssen.

Die Hoffnung auf nur vier Absteiger ist ihre letzte Chance. Um sie zu nutzen, bleibt für Sie immer noch die schwierige Aufgabe, in den beiden letzten Spieltagen Wormatia Worms und den FSV Mainz 05 II hinter sich zu lassen.

Das ist unser großes Ziel. Dazu brauchen wir zwei Siege, an diesem Samstag beim FSV Frankfurt und am 18. Mai daheim im Gazistadion gegen Wormatia Worms. Gelingt uns dies, hätten wir Worms sicher überholt.

Hinzu kommt aber, dass Mainz 05 II aus seinen letzten beiden Spielen keine vier Punkte holen dürfte.

Mainz hat zwei schwere Spiele. Zu Hause gegen den starken TSV Steinbach, und dann bei Meister SV Waldhof Mannheim, der im Rahmen seiner Aufstiegsparty zum Saisonende bestimmt gewinnen will.

Werden Sie für das Spiel am Samstag in Frankfurt Verstärkungen aus dem Profikader erhalten?

Das weiß ich erst am Freitagabend nach dem Abschlusstraining der Profis. Ich plane mit meinem Team, kommen Spieler von oben hinzu, wäre das ein Bonus.

Lessen Sie hier: Das Interview mit dem Sportlichen Leiter Michael Gentner

Wie hilfreich wäre es?

Solche Spieler tun immer gut. Erik Thommy und Timo Baumgartl haben uns beim 3:0 gegen den SC Hessen Dreieich enorm geholfen. Vor allem unter dem Aspekt, dass sie noch nie in der vierten Liga mit meiner Mannschaft zusammengespielt haben.

Ihr Vertrag läuft am Saisonende aus. Wie geht es mit Ihnen weiter?

Das ist noch nicht klar.

Könnten Sie sich vorstellen, den VfB II auch in der Oberliga zu trainieren?

Ja klar, das kann ich mir vorstellen. Aber wir werden in den letzten beiden Spielen alles dafür tun, dass es nicht zu einem Abstieg kommt.

Und nach der Saison folgt die große Aufarbeitung?

Eine saubere Analyse wird es sicher geben, und zwar unabhängig davon, wie die letzten beiden Spiele laufen. Da muss alles auf den Tisch, um für die Zukunft die richtigen Lehren daraus zu ziehen.