Ex-VfB-Stürmer Giovane Elber hat dem VfB Stuttgart bis vor kurzem die Aufholjagd im Abstiegskampf nicht mehr zugetraut. Doch nun sieht er gute Chancen, dass die Schwaben die Klasse halten.

Stuttgart - Der Endspurt des VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga hat Giovane Elber überrascht. „Sie hatten eine schwere Saison. Ich habe damit nicht mehr gerechnet, dass sie am Ende noch eine Chance haben. Denn wenn es schlecht läuft, verliert man schnell den Glauben“, sagte der 42-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor dem Endspiel der Schwaben im Kampf um den Klassenverbleib am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Paderborn. „Der VfB hat jetzt aber sehr gute Chancen. Sie haben viel Selbstvertrauen, müssen aber nochmal alles geben.“

Elber verfolgt die Spiele seiner ehemaligen Vereine regelmäßig via Fernsehen. Von 1994 bis 1997 spielte der frühere Stürmer beim VfB und danach sechs Jahre beim FC Bayern München. 2006 beendete er seine Karriere bei Cruzeiro Belo Horizonte. „Ich vermisse den Fußball nicht. Ich schaue ihn aber weiter gerne und sehe, was meine ehemaligen Kameraden so machen“, erzählte er. „Nach meiner Karriere wollte ich weiter etwas machen, was mir Freude bereitet. Da habe ich mir 1999 eine Farm in Cuiaba gekauft, viel lernen müssen, und heute führe ich sie.“ Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung gegen den FC Bayern findet Elber abwegig. „Wer im Abstiegskampf stecken wird, steht doch schon im Grunde zu Saisonbeginn fest“, sagte er und äußerte zugleich Verständnis für einen Spannungsabfall beim Rekordmeister. „Am Ende einer so schwierigen Saison ist es normal, dass Kräfte nachlassen. Die Spieler haben viel durchgemacht, sie wollen Urlaub.“

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