VfB-Rückblick mit Humor Angsthasenfußball gegen den Dino

Von Sebastian Rose 

Der VfB Stuttgart trennt sich vom Hamburger SV mit einem Unentschieden – und konnte nicht wirklich überzeugen. Unsere Kollegen vom Blog „Vertikalpass“ blicken mit einem Augenzwinkern auf das Spiel zurück.

Der Auftritt des VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV ist alles andere als überzeugend gewesen. Foto: Pressefoto Baumann 16 Bilder
Der Auftritt des VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV ist alles andere als überzeugend gewesen. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Wenn der VfB Stuttgart nach sieben ungeschlagenen Partien als haushoher Favorit gegen den Tabellenletzten aus Hamburg antritt, der seit 14 Spieltagen auf einen Sieg wartet, dann schrillen bei erfahrenen VfB-Fans alle Alarmglocken. Denn bessere Voraussetzungen, um mal wieder den Aufbaugegner zu mimen, gibt es eigentlich gar nicht.

Und jene Bruddler sahen sich schon nach 18 Minuten bestätigt: Lewis Holtby staubte zum 0:1 ab, nachdem Ron-Robert Zieler einen Schuss nicht festhalten konnte. Der entscheidende Fehler unterlief aber bereits vorher Benjamin Pavard, der sich den Ball leichtfertig klauen ließ – ungefähr so:

Auch in der Folgezeit war das junge Team der Hamburger dem VfB Stuttgart in fast allen Belangen überlegen, wenn auch alles andere als fehlerfrei. Dafür, dass es zur Halbzeit dennoch 1:1 stand, konnte man sich – mal wieder – beim gegnerischen Keeper bedanken. Einen Thommy-Schuss legte Pollersbeck mustergültig für Daniel Ginczek auf, der für den glücklichen Ausgleich sorgte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann der Schock: Tayfun Korkut wechselte! Akolo kam für Kaminski, Pavard rückte in die Innenverteidigung und den Posten als Rechtsverteidiger übernahm ... Christian Gentner! Kann es sein, dass „Gentman” alle Positionen spielen kann, seit er die Maske trägt? Ist Polyvalenz seine neue Superkraft?

Doch leider war das auch schon fast das Aufregendste in der zweiten Hälfte. Der VfB Stuttgart war zwar deutlich besser als im ersten Durchgang. Doch die Bissigkeit, Entschlossenheit und Effizienz, die das Spiel von Korkuts Team in den letzten Spielen stets ausgezeichnet hatte, fehlten leider komplett. Vor allem das Stuttgarter Offensivspiel sah meist eher so aus:

Am Ende konnte der HSV es nicht besser und der VfB wollte es nicht. Tayfun Korkut sagte nach dem Spiel: „Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen.” Passend zu Ostern hatten die Spieler diesen Siegeswillen aber gut versteckt. Sehr gut versteckt.

Mit unserer Serie „VertikalGIF“ wagen wir den etwas anderen Rückblick auf das aktuelle VfB-Spiel. Zusammengestellt wird die Serie von den Bloggern von www.vertikalpass.de, die auch in dieser Saison regelmäßig als Tickerer direkt aus dem Stadion berichten werden.