Vor dem Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart hat die Polizei beim Fanmarsch der Anhänger von Feyenoord Rotterdam alle Hände voll zu tun. Auch ein Wasserwerfer kommt zum Einsatz.

Baden-Württemberg: Florian Dürr (fid)

Es hat mächtig geknallt am Donnerstagabend auf der Benzstraße im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim: Die Fans vom niederländischen Club Feyenoord Rotterdam haben bei ihrem Fanmarsch zur MHP-Arena immer wieder Pyrotechnik eingesetzt und Feuerwerksraketen in Richtung Himmel geschossen. Es kam zu Festnahmen wegen des Abbrennens von Pyrotechnik

 

Vom Karl-Benz-Platz aus wurden die Gäste-Anhänger von einem massiven Polizeiaufgebot zum Europa-League-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem niederländischen Tabellenführer begleitet. Doch für die kurze Strecke von rund zwei Kilometern haben sie mehr als eine Stunde gebraucht.

Feyenoord-Fans haben sich kurzzeitig mit Baustellenmaterial „bewaffnet“

„Aufgrund von verschiedenen Störungen und vereinzelten Straftaten musste der Marsch durch uns mehrfach unterbrochen werden“, informiert die Polizei Stuttgart auf ihrem X-Account. Die Feyenoord-Fans hatten während des Fanwalks „massiv“ Pyrotechnik eingesetzt – und dadurch kurzzeitig auch einen Strauch an der Benzstraße in Brand gesetzt. Einer der Wasserwerfer löschte das kleine Feuer aber zügig – und für die letzten Glutnester im Gebüsch rückte die Feuerwehr an.

Zwischenzeitlich haben sich die Fans auch Zugang zu einer nahe gelegenen Baustelle verschafft – und sich mit „Baustellenmaterial bewaffnet“, berichtete ein Polizeisprecher unserer Zeitung. Nach dem die Polizei drohte, einen der Wasserwerfer einzusetzen, ließen sie die Baustellen-Gegenstände wieder fallen.

Der Biergarten wurde von den Fans aus Rotterdam leicht verwüstet. Foto: StZN

Zuvor hatten sich die Fans im Schlossgarten mit Techno-Musik in Stimmung gebracht – und mit ihren Feyenoord-Stickern an etlichen Stellen verewigt. Die Bilder danach zeigten einen leicht verwüsteten Biergarten, doch Wirtin Sonja Merz gab sich zufrieden: „Es war alles friedlich, wir hatten super Wetter. Also wir können uns nicht beschweren.“