Kein Angelo Stiller, kein Maximilian Mittelstädt: Insbesondere die Begründung von Bundestrainer Julian Nagelsmann sorgt bei VfB-Fans für Unverständnis. Ein Blick ins Netz.

Digital Desk: Michael Bosch (mbo)

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht vor den entscheidenden Spielen in der WM-Qualifikation. In Luxemburg an diesem Freitag (20.45/RTL) und gegen die Slowakei in Leipzig am Montag (20.45/ZDF) stehen drei Akteure des VfB Stuttgart, die zuletzt immer wieder Teil der DFB-Elf waren, nicht im Aufgebot.

 

Angelo Stiller außen vor: Wenig Verständnis bei VfB-Fans

Deniz Undav, der zuletzt gute Leistungen zeigte und gegen den FC Augsburg zum Matchwinner avancierte, war lange Zeit verletzt, insofern ist seine Nicht-Nominierung etwas weniger verwunderlich. Anders verhält es sich bei Außenverteidiger Maximilian Mittelstädt, der gegen den FCA vom Punkt traf, und Mittelfeldregisseur Angelo Stiller. In Reihen der VfB-Fans herrscht größtenteils Unverständnis über die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, wie ein Blick ins Netz zeigt.

Nagelsmann hatte Felix Nmecha, der bei Borussia Dortmund eine sehr gute Saison spiele, und Aleksandar Pavlovic (FC Bayern) den Vorzug vor Stiller gegeben: „Ich sehe die beiden gegenüber Angelo gerade einen Tick vorne“, so der Bundestrainer. Seine Aussagen kamen bei den VfB-Fans nicht gut an:

Nagelsmann verstrickte sich mit seinen Aussagen ein Stück weit in Widersprüchen. Er sagte: „Vor vier Wochen, bei den letzten Länderspielen, war es deutlich unverdienter, als er dabei war als wenn das jetzt der Fall gewesen wäre – denn jetzt geht Angelos Entwicklung wieder deutlich in die richtige Richtung. Die Botschaft habe ich ihm auch mitgegeben, dass er deutlich stabiler auftritt als in den vier Wochen vor unserem letzten Lehrgang.“ Aus VfB-Fansicht ist die Argumentation wenig stichhaltig. Unter anderem ist die Rede von einem „kommunikativen Desaster“.

Willkür bei der Nominierung? Dieser Fan fühlt sich an frühere Bundestrainer erinnert.

Hat Julian Nagelsmann Ärger mit dem VfB? Bei der Pressekonferenz am Montag, auf der der Bundestrainer auch Stellung zu den Nicht-Nominierungen der VfB-Akteure nahm, verneinte er das jedenfalls.

Insgesamt sind in dieser Woche zehn VfB-Profis auf Länderspielreise. Für das Team von Trainer Sebastian Hoeneß geht es am 22. November mit dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr) weiter.