InterviewVfB-Sportvorstand Schindelmeiser "Den Blick in die Zukunft richten"

Von Gregor Preiß 

Knall auf Fall hat VfB Stuttgart kurz vor Transferschluss noch drei Neue aus dem Hut gezaubert: Takuma Asano, Benjamin Pavard und Carlos Mané. Der VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser verrät im Interview die Gedankenspiele hinter seinen jüngsten Transfers.

Jan Schindelmeiser hat in den vergangenen Tagen viel telefoniert. Foto: Pressefoto Baumann
Jan Schindelmeiser hat in den vergangenen Tagen viel telefoniert. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - In seinen ersten sechs Wochen beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart ging es drunter und drüber für den neuen Sportchef Jan Schindelmeiser. Jetzt, nach dem Ende der Transferperiode kann der 52-Jährige wieder durchatmen: „Wir haben jetzt deutlich bessere Voraussetzungen, um den Sprung in die erste Liga zu schaffen.“

Herr Schindelmeiser, seit langem erntet ein VfB-Verantwortlicher von Seiten der Fans mal wieder Lob.
Schön, und wofür?
Ihre Transferaktivitäten stoßen auf allgemeine Anerkennung. So könnte es mit dem Aufstieg tatsächlich was werden, lautet der Tenor.
Ich freue mich über die Einschätzung. Wichtig ist aber, dass wir mit den Entscheidungen, die wir in den vergangenen Wochen getroffen haben, der Mannschaft insgesamt mehr Substanz zugeführt haben.
Das heißt, der Kader ist jetzt aufstiegstauglich – anders als Sie es noch vor einigen Wochen aufgefasst haben.
Ich würde es so formulieren: Wir haben jetzt deutlich bessere Voraussetzungen, um den Sprung in die erste Liga zu schaffen.
Haben Sie mit Takuma Asano, Benjamin Pavard und Carlos Mané Ihre Wunschspieler bekommen?
Für einen Zweitligisten ist es grundsätzlich schwieriger, Wunschspieler zu bekommen. Aber unter den gegebenen Voraussetzungen können wir sehr zufrieden sein. Die Drei verstärken uns auf den Positionen, wo wir den größten Bedarf gesehen haben.
Also in der Innenverteidigung, im Sturm und auf den Außenpositionen.
Gemeinsam waren wir der Ansicht, dass wir unser Aufbauspiel von hinten heraus verbessern müssen. Dass wir jemanden benötigen, der diese Qualitäten mitbringt. Deshalb haben wir uns für Benjamin Pavard entschieden.
Der, bei allem Talent, aber nicht über große Erfahrung verfügt – was für die anderen Innenverteidiger beim VfB gleichermaßen gilt.
Halb Europa ist auf der Suche nach diesem Spielertyp Innenverteidiger. Von allen, die sich in unserem Raster befanden, war Benjamin der Passendste. Dass er auf Grund seines jungen Alters noch nicht über maximale Erfahrung verfügt, ist uns bewusst, aber wir sind davon überzeugt, dass er sich durchsetzen kann. Der Blick muss schon auch in die Zukunft gerichtet sein.