VfB Stuttgart AG Neue Gesichter für den Aufsichtsrat?

Der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter: Claus Vogt (rechts) und Bertram Sugg vom VfB Stuttgart Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Das Kontrollgremium der VfB Stuttgart AG wird im Herbst neu zusammengesetzt – und schon jetzt laufen im Hintergrund eine Reihe von Gesprächen.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Der VfB Stuttgart will sich im Aufsichtsrat neu aufstellen. Das ist zumindest der Plan des Fußball-Bundesligisten. Nach Informationen unserer Redaktion läuft derzeit eine Reihe von Gesprächen, um auszuloten, welche Personen in das Kontrollgremium der VfB AG berufen werden können. An Interessenten scheint es dabei nicht zu mangeln. „Der Aufsichtsrat soll im Herbst turnusgemäß neu zusammengesetzt werden“, sagt Präsident Claus Vogt, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender ist. „Wir sprechen darüber natürlich mit allen Beteiligten sowie den aktuellen Aufsichtsräten und überlegen parallel, welche Persönlichkeiten den VfB unterstützen und inhaltlich weiterbringen könnten. Es gibt Kandidatinnen und Kandidaten, mit denen wir uns in Ruhe austauschen werden. Zwischenstände und Spekulationen werden wir nicht kommunizieren oder kommentieren“, so Vogt.

 

Bereits Mitte September soll eine Shortlist vorliegen, um das Gremium möglichst breit aufzustellen. Die Vorgespräche führen neben Vogt noch sein Stellvertreter im Aufsichtsrat, Bertram Sugg, sowie Rainer Adrion, der wie Vogt im Aufsichtsrat und Präsidium sitzt. Dritter im Bunde der Doppelfunktionäre ist Christian Riethmüller. Wie Vogt vertritt er den Verein als Mehrheitseigner im Aufsichtsrat. Adrion wurde schon zuvor von der Hauptversammlung berufen, nachdem Guido Buchwald zurücktrat. An der Seite der Wirtschaftsmanager Hartmut Jenner (Kärcher), Franz Reiner und Peter Schymon (beide Mercedes) ist der frühere Trainer der Mann mit der Sportkompetenz.

Ergebnisoffen wird nun über die künftige Besetzung diskutiert. Maximal neun Sitze (derzeit sieben) gibt es. Als ein Szenario gilt, dass die Präsidiumsmitglieder Vogt, Adrion und Riethmüller wieder dem Aufsichtsrat angehören werden. Dazu beansprucht Mercedes als Investor und Hauptsponsor zwei Sitze. Da Sugg weitermachen will, Jenner dagegen offenbar nicht, bleiben nicht viele Plätze zu vergeben. Denn ein Sitz war ursprünglich für Rudi Sprügel vorgesehen, dem Gründer des Sportausrüsters Jako, der ein Prozent der VfB-Anteile hält. Eventuell übernimmt aber eine seiner Töchter den Posten. Ende September auf der Hauptversammlung der VfB AG findet der Aufsichtsrat neu zusammen.

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