VfB Stuttgart bei der Spvgg Greuther Fürth Warum sich die VfB-Profis ein Beispiel an Sasa Kalajdzic nehmen sollten

Mit letzter Kraft: VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic Foto: Baumann

Beim 0:0 in Fürth hat der VfB Stuttgart eine enttäuschende Leistung geboten. Unser Sportredakteur meint: Im Kampf gegen den Abstieg bedarf es mehr Spieler mit der Einstellung von Sasa Kalajdzic, der bei seinem Comeback über die Schmerzgrenze hinaus gegangen ist.

Fürth - Beim abgeschlagenen Tabellenletzten aus Fürth haben sie gelernt, sich auch über kleine Erfolge zu freuen. Das „dritte Heimspiel ohne Gegentor“ bejubelte der Stadionsprecher nach dem Rückrundenauftakt, auch wenn die Franken durch das unansehnliche 0:0 gegen den VfB Stuttgart der zweiten Liga ein weiteres Stück nähergekommen sind.

 

Den Abstieg muss auch der VfB fürchten – und wenn man den Gurkenkick in Fürth als Maßstab nimmt, muss man konstatieren: Es könnte verdammt eng werden. Viel zu spät erwachte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo in dieser wichtigen Partie aus seiner Lethargie, kam erst in der Schlussphase zu ein paar Torchancen – und verpasste die günstige Gelegenheit, sich durch einen Pflichtsieg beim mit Abstand schlechtesten Team der Liga etwas Luft im Tabellenkeller zu verschaffen.

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Der Start ins neue Jahr ist also missraten, die Situation weiterhin brandgefährlich. Es sagt viel aus über den Zustand der Stuttgarter Mannschaft, dass der auffälligste Spieler ein Mann war, der zuvor fast fünf Monate lang verletzt gefehlt hatte: Mittelstürmer Sasa Kalajdzic, dem bei seiner Rückkehr naturgemäß nicht alles gelang – der aber mit eisernem Willen bis zum Schluss durchhielt und inmitten der Tristesse einer der ganz wenigen Lichtblicke war. Man will sich lieber nicht ausmalen, wie sich der Österreicher an diesem Sonntag fühlt.

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Die Bereitschaft, über die körperlichen Grenzen hinauszugehen, die Mentalität, unbedingt gewinnen zu wollen – das gehört im Kampf gegen den Abstieg zu den wichtigsten Eigenschaften. Man würde sie sich auch von anderen VfB-Profis wie Roberto Massimo, Philipp Förster oder Chris Führich wünschen, die in Fürth auftraten, als sei es ein Testspiel. Mit Dienst nach Vorschrift wird der VfB kaum bestehen können – auch wenn man sieht, wie entschlossen etwa Arminia Bielefeld um den Klassenverbleib kämpft.

Einen leichteren Gegner als Fürth wird der VfB in dieser Saison nicht mehr bekommen. Stattdessen wird der Druck nun von Woche zu Woche größer, wenn Siege weiter ausbleiben und die Gelegenheiten zum Punkten abnehmen. RB Leipzig ist am Samstag (15.30 Uhr) der nächste Gegner – dass es gegen die Sachsen drei Punkte gibt, davon sollte man besser nicht ausgehen. Im Hinspiel hatten die Stuttgarter beim 0:4 nicht den Hauch einer Chance.

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