Zuletzt ist der Rummel um den schlaksigen Stürmer groß gewesen. Auch deshalb kam er nun von der Bank – aber es gibt zudem andere Gründe.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Es ist zunächst die große Überraschung vor dem Anpfiff gewesen. Nick Woltemade stand nicht in der Startelf des VfB Stuttgart. Ausgerechnet der Shootingstar der vergangenen Wochen. Zuletzt hatte der 23-Jährige ja noch im U-21-Länderspiel der Deutschen gegen Spanien mit drei Toren geglänzt. Und zuvor erzielte der Schlaks seit Dezember acht Tore in 15 Ligaspielen und löste dadurch reichlich Rummel um seine Person aus. Genau darin lag die Krux für Sebastian Hoeneß für seine Entscheidung. „Wir müssen auf den Jungen auch ein bisschen aufpassen“, erklärte der Trainer vor dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt (Tor Mario Götze/70.) in der Fußball-Bundesliga.

 

Nach der Niederlage droht dem VfB, vollends von den europäischen Rängen abgehängt zu werden. Ob es mit Woltemade von Anfang besser gelaufen wäre? Müßig darüber zu diskutieren, da es auch um die Entwicklung des jungen Spielers geht. „Ich hatte zwei sehr intensive Spiele mit der U 21, kam erst in der Nacht am Mittwoch zurück“, gestand Woltemade eine gewisse Müdigkeit ein. Zudem vertraue er dem Urteil des Trainers.

Hoeneß wechselte Woltemade nach einer Stunde ein und sah sich in seiner Maßnahme bestätigt: „Wir gehen in eine englische Woche und haben wichtige Spiele. Erstens hat er diesmal den Push gebracht, den ich mir erhofft habe, auf der anderen Seite weiß keiner, wie es wäre, wenn er begonnen hätte. Deswegen muss man Entscheidungen aus Überzeugung treffen. Das habe ich in dem Fall getan und ich glaube, es war die richtige.“ Am Mittwoch (20.45 Uhr) erwartet der VfB im DFB-Pokal-Halbfinale RB Leipzig – voraussichtlich mit einem ausgeruhten Woltemade in der Startformation.