VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt Weit weg von den eigenen Ansprüchen – und der Champions League

Der VfB Stuttgart ist wieder einmal bedient. Hier wischt sich Jeff Chabot die Enttäuschung aus dem Gesicht. Foto: Baumann

Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß kann offenbar nicht mehr gewinnen. Das ist bitter für die Beteiligten, dennoch tut sich noch eine große Chance auf, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Für den VfB Stuttgart kommt es weiter knüppeldick. Wieder verloren und wie in Kiel wieder einen Platzverweis erhalten. Mit 0:1 unterlag der Fußball-Bundesligist bei Eintracht Frankfurt, Ameen Al-Dakhil sah dabei die Rote Karte und schwächte seine Mannschaft entscheidend. So weit zu den Fakten in reduzierter Form. Klar ist jedoch auch, dass sich der Vizemeister immer weiter von den internationalen Rängen entfernt, vor allem der ersehnten Champions League.

 

Die Qualifikation ist im Moment so weit entfernt wie der VfB von seiner Form aus der Vorsaison, als alles von alleine zu laufen schien. Denn eine Riesendiskrepanz tut sich mittlerweile auf. 37 Punkte stehen aktuell auf dem Konto der Stuttgarter, am 27. Spieltag des vergangenen Jahres waren es 20 mehr – plus schöner Fußball. Dabei bringt es nichts in Erinnerungen zu schwelgen. Die Realität ist hart – und sie zeigt, dass sich der VfB nicht in der Verfassung befindet, um näher an die Europapokal-Plätze heranzurücken. Mit dem einen Tor durch den Eintracht-Profi Mario Götze waren die Gäste in Unterzahl gut bedient.

Das belegt schon die Statistik. Aus den vergangenen neun Ligapartien hat der VfB nur fünf von 27 möglichen Punkten geholt. Die Niederlage in Frankfurt war dabei das sechste sieglose Spiel nacheinander. Selbstverständnis und Sicherheit der Stuttgarter sind dabei mit den Gegentoren verloren gegangen. Dennoch heißt es nun: sich wieder straffen. Liga ist am nächsten Samstag, DFB-Pokal schon am Mittwoch. Das Halbfinale gegen RB Leipzig steht an. Ein Heimspiel gegen einen ebenfalls angeschlagenen Gegner. Das ist gefährlich für die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß, aber vielleicht die große Chance, die Saison in Berlin noch glorreich zu beenden.

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