VfB Stuttgart bei Mainz 05 Demirovic berichtet von seinem Austausch mit Kohr

Im Zweikampf: der Mainzer Dominik Kohr (links) gegen den Stuttgarter Ermedin Demirovic Foto: IMAGO/Lobeca

Die Duelle zwischen dem Mainzer Verteidiger und dem Stuttgarter Stürmer sind auch beim jüngsten Aufeinandertreffen am Samstag hitzig. Nach dem Spiel kommt es zur Aussprache.

Sport: David Scheu (dsc)

Dominik Kohr und der VfB Stuttgart – das war in der jüngeren Vergangenheit keine besonders freundschaftliche Beziehung. Eher eine, die von Reibungen und Uneinigkeit geprägt war. Die Spielweise des Verteidigers von Mainz 05 sorgte immer wieder für Unmut aufseiten der Stuttgarter – in der Hinrunde hatte VfB-Stürmer Deniz Undav für Aufsehen mit der Aussage gesorgt, dass Kohr dafür bekannt sei, Leute zu verletzen.

 

Auch beim jüngsten Aufeinandertreffen am Samstag (2:2) ging es wieder hitzig zur Sache mit vielen Zweikämpfen, wobei es rund um einen Eckball in der zweiten Hälfte auch zu einem Gerangel zwischen Kohr und dem Stuttgarter Stürmer Ermedin Demirovic kam. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck musste schlichten, die Sache beruhigte sich dann aber auch schnell wieder.

Austausch zwischen Ermedin Demirovic und Dominik Kohr nach Spielende

Nach der Partie kam es zu einem Austausch zwischen Demirovic und Kohr, wie der VfB-angreifer bestätigte. Der Inhalt? „Ich habe ihm gesagt, dass ich kein Problem damit habe, wenn einer aggressiv spielt. Null. Ich bin selber so. Ich mag Zweikämpfe.“ Kohrs Zweikampfverhalten empfinde er aber oftmals als einen Schritt über die gängige Härte hinausgehend: „Ich habe ihm nur gesagt: Bei ihm kommt es für mich so rüber, als ob er Leute verletzen will und foulen will. Und das mag ich nicht. Ich habe ihm gesagt: Wir können uns nach dem Spiel streiten, so viel wir wollen.“

Ermedin Demirovic gelang in Mainz der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für den VfB (76.). Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der Samstagnachmittag endete dabei dieses Mal ohne größere Auseinandersetzungen. Sichtbare Unsportlichkeiten gab es während der 90 Minuten nicht – und auch im Anschluss verlief das Ganze in geordneten Bahnen. Über Kohrs Reaktion auf seine Worte sagte Demirovic: „Er hat es hingenommen und gesagt, er will keinen verletzen – was auch normal ist und was ich auch nicht wirklich denke. Aber ich habe schon das Gefühl, dass er ab und zu gerne durchzieht und weiß: Das könnte jetzt weh tun, da gehe ich rein.“

Und rein sportlich konnten sich am Ende beide freuen – ein bisschen zumindest: Demirovic über sein achtes Saisontor, Kohr über den späten 2:2-Ausgleichstreffer seiner Mannschaft.

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