Nach dem 2:2 des VfB Stuttgart beim FSV Mainz 05 haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Der VfB Stuttgart hat sich vom FSV Mainz 05 nach einem späten Gegentreffer 2:2 getrennt. Wie bewerten die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen? Die Stimmen der Beteiligten im Überblick.

 

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wir haben ein wildes Spiel gesehen. Wir kommen sehr gut rein, hatten viel Kontrolle. Dann öffnet sich das Spiel, Mainz hat zweite Bälle gewonnen und sich festgesetzt. Sie belohnen sich in dieser Phase mit einem Tor. In der zweiten Hälfte haben wir mit Ballverlusten Geschenke verteilt, die Mainz nicht angenommen hat. Da bleiben wir glücklich im Spiel. Wir sind in der Lage, immer wieder was zu kreieren. Am Ende müssen wir es besser verteidigen am Flügel. Das 2:2 ist sicher das gerechtere Ergebnis, so spät tut es aber weh.“

FSV-Coach Urs Fischer: „In den ersten 20 Minuten hat man die Qualität von Stuttgart gesehen, da haben sie Ball und Gegner laufen lassen. Wenn du solche Möglichkeiten wie wir in der zweiten Hälfte auslässt, wird es schwierig. Dass Stuttgart die Qualität hat, auf einen Rückstand zu reagieren, ist selbstredend. Der Doppelschlag darf uns so aber nicht passieren. Da hatten wir keine Ordnung mehr und haben kopflos gespielt. Dann hat die Mannschaft Charakter gezeigt und am Ende ein hochverdientes Unentschieden geholt.“

VfB-Stürmer Ermedin Demirovic: „Wir wissen, dass wir die Qualität haben, das Spiel innerhalb kurzer Zeit zu drehen. Dann gehen wir in Führung, dann müssen wir die drei Punkte mitnehmen. Aber am Ende müssen wir mit dem Punkt klarkommen. In Mainz kannst du nichts schön machen, das Spiel ist immer kämpferisch. Das späte Tor von Mainz passt heute zum Spiel.“

VfB-Kapitän Atakan Karazor: „Du hast das Spiel gedreht und spielst es runter, der späte Ausgleich tut natürlich weh, wir hätten gerne drei Punkte mitgenommen, doch der Punkt war am Ende verdient. Wir hätten die letzte Flanke blocken müssen, die darf so nicht kommen. Bei Deniz und Medo weißt du halt, dass sie zu ihren Situationen kommen, genauso wie heute. Nächste Woche soll es dann so weitergehen. Wir müssen zusehen, dass wir hinten klar stehen.“

Das 2:1 von Deniz Undav reichte nicht zum Sieg. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Mainz-Sportdirektor Nico Bungert: „Man muss sagen, über die 90 Minuten hat die Mannschaft einen überragenden Job gemacht, wir schießen heute nur zu wenig Tore. Wir hätte das Ding vorher schon zu machen können, aber dass wir nach den zwei Stuttgart-Toren so zurückkommen – großer Respekt an die Mannschaft. Wir hätten den Sieg verdient gehabt, sind stabiler geworden. Stuttgart hat gezeigt, wie man aus wenig viel macht. Wir können uns noch ein bisschen was vom VfB abgucken.“

VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Wer Dramatik mag, ist auf seine Kosten gekommen. Wir haben zwei Gesichter unserer Mannschaft gesehen. Wir haben über weite Strecken nicht zu unserem Spiel gefunden. Aber wir haben unglaubliche Comeback-Qualitäten. Deniz Undav ist in unglaublicher Form. Aber Mainz hat gut gespielt, sie hatten zwischenzeitlich die Chance zum 2:0, am Ende war es ein gerechtes Unentschieden.“

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Übrigens: Auch Sie können hier die VfB-Spieler bewerten. Die Bilder zum Spiel haben wir in der Galerie für Sie zusammengestellt.