VfB Stuttgart bei Union Berlin Der VfB wird langsam unheimlich

Der eingewechselte Deniz Undav jubelt über sein Tor zum 3:0-Endstand für den VfB Stuttgart in Berlin. Foto: Baumann/Cathrin Müller

Die Stuttgarter setzen ihre Siegesserie fort – was viel mit dem neuen Mannschaftsgeist und dem Trainer Sebastian Hoeneß zu tun hat, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Der VfB Stuttgart reitet weiter auf der Erfolgswelle. Das 3:0 beim 1. FC Union Berlin war der siebte Sieg im achten Bundesligaspiel dieser Fußballsaison. Damit kommt das Team von Trainer Sebastian Hoeneß schon jetzt auf die gleiche Anzahl von Siegen wie in der gesamten regulären Vorsaison. Das ist kein Zufall – und Platz zwei in der Tabelle langsam mehr als die berühmte Momentaufnahme.

 

Das Zahlenwerk verfestigt sich und die Stuttgarter haben einen beruhigenden Vorsprung nach hinten. Dennoch tut der VfB gut daran, seinen aktuellen Lauf nicht über zu bewerten. Dieser ist sicher außergewöhnlich und die Serie mit sechs Siegen in Folge mutet mit Blick auf die jüngste Vergangenheit sogar unheimlich an. Doch es gibt Erklärungen für den klaren Aufwärtstrend.

Seit Hoeneß Chefcoach ist, hat sich die Mannschaft entwickelt. Sie ist zur Einheit geworden. Von diesem Teamspirit profitiert der VfB – vor allem in Druckphasen des Gegners. Da werfen sich die Spieler leidenschaftlich in die Zweikämpfe und feiern gelungene Abwehraktionen fast wie Tore. Dazu kommt, dass die Stuttgarter in dieser Kaderbesetzung schon immer Fußball spielen konnten. Allerdings war die Spielfreude zu sehr von der Tageslaune abhängig. Mal lief die Kugel, meist nicht – weil die Gegner mit einfachen Mitteln dies unterbanden.

Jetzt präsentiert sich die VfB-Elf widerstandsfähiger. Der eisernen Härte der Köpenicker begegnete sie im Stadion an der alten Försterei unerschrocken. Und spielerisch waren die Gäste besser als der Champions-League-Teilnehmer. Die Stuttgarter gewannen dank der Tore des später verletzt ausgewechselten Serhou Guirassy sowie der eingewechselten Silas Katompa und Deniz Undav. Auch diese Bankreserven machen die neue Stärke des VfB aus.

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