VfB Stuttgart beim FC Augsburg Warum der VfB sang- und klanglos unterging

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Der VfB Stuttgart hat sich bei der 0:6-Auswärtspleite gegen den FC Augsburg unterirdisch schlecht präsentiert. Wir analysieren in unserer „Fünferkette“, wie es zu diesem Debakel kommen konnte.

Das Endergebnis eines gebrauchten Tages für den VfB Stuttgart. Foto: Baumann 15 Bilder
Das Endergebnis eines gebrauchten Tages für den VfB Stuttgart. Foto: Baumann

Augsburg - Die Profis des VfB Stuttgart haben sich am Samstag bei der 0:6-Auswärtsniederlage in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg bis auf die Knochen blamiert. Der Auftritt war wohl noch schlechter als die beim Debakel in Düsseldorf (0:3) – es ist ein neuer Tiefpunkt.

Spielidee:

Der Trainer Markus Weinzierl setzte in Augsburg erstmals seit dessen Rückkehr nach einer Gehirnerschütterung auf den U-21-Nationalverteidiger Timo Baumgartl, der damit erstmals seit dem Rückrundenauftakt wieder mit von der Partie war. Ozan Kabak zog er vor ins defensive Mittelfeld und stellte Alexander Esswein und Emiliano Insua als offensive Außenverteidiger auf. Der Plan ging aber komplett schief, wie schon der Gegentreffer zum 0:1 von Rani Khedira zeigte, bei dem die Stuttgarter Defensive entblößt wurde. Die Umstellung der Grundordnung kam zu spät und half auch nicht viel.

Spielentscheidend:

Die Leistung des VfB in Augsburg war vielmehr eine Nichtleistung. Mit Ausnahme des Torwarts Ron-Robert Zieler präsentierten sich die Stuttgarter kollektiv unterirdisch. Sie ließen alles vermissen, was es braucht, um in der Fußball-Bundesliga zu bestehen – gerade im Kampf um den Klassenverbleib. Was die VfB-Profis boten, grenzte an Arbeitsverweigerung. Ob er sich von der Mannschaft im Stich gelassen fühlte, wurde Trainer Weinzierl hinterher gefragt. „Nein!“, antwortete er bestimmt.

Spielentscheider:

Der Schiedsrichter Manuel Gräfe, der die Begegnung anpfiff, wenn man so will. Denn von Beginn weg blieben die Stuttgarter alles schuldig. Sie nahmen die Zweikämpfe nicht an und ließen sich vom Gegner mit einfachsten Mitteln demontieren. Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können. Doch auch das 0:6 hatte schon geschichtsträchtige Dimensionen.

Wortspiel:

„Das war peinlich“, sagte VfB-Torwart Zieler. „So etwas habe ich selten bis noch nie erlebt.“ Ein treffendes Fazit.

Spielplan:

Vier Spieltage stehen in der Fußball-Bundesliga nun noch aus. Am nächsten Samstag (18.30 Uhr) empfangen die Stuttgarter Borussia Mönchengladbach. Danach folgen noch Partien in Berlin, gegen den VfL Wolfsburg und auf Schalke. Bleibt der VfB bis zum Ende Tabellen-16., geht es dann am 23. und 27. Mai in der Relegation weiter.

In unserer Fotostrecke zeigen wir die Bilder des Spiels.