Der VfB Stuttgart kann sich auf seine Fans verlassen – nicht nur bei den Heimspielen. Die Auswärtsfahrer-Bilanz des Fußballjahres 2025 spricht für sich.

Sport: Philipp Maisel (pma)

„Stunden auf der Reise, nur um dich zu seh´n – Geben immer alles, auf den Wegen, die wir geh’n! – Tränen und Triumphe, alles schon erlebt! – Folgen dir, egal wohin, der Traum vom Titel lebt!“ – diese Zeilen schmetterten die VfB-Fans in diesem Jahr besonders oft. Auf die Melodie des Linkin-Park-Songs „The Emptiness Machine“ texteten die Anhänger dieses Lied – das im Mai auch lieferte. Denn schließlich stand am Ende des Weges der DFB-Pokal-Titel 2025.

 
Die VfB-Kurve beim Finale in Berlin. Foto: Pressefoto Baumann

Dieses Spiel im Berliner Olympiastadion stellt zugleich eine Rekordmarke dar. Denn offiziell 30.000 VfB-Fans besuchten das Endspiel, hatten Tickets für das Finale. Eine Rekordkulisse, die so noch nie zuvor in der Vereinshistorie erreicht wurde. Insgesamt 153.050 VfB-Anhänger besuchten offiziell die Auswärtsspiele des Clubs in diesem Jahr, Partien auf internationalem Niveau und im Pokal mit eingerechnet. Das ist ebenfalls eine rekordverdächtige Marke.

Zumal man ja eigentlich auch eine gewisse Dunkelziffer mit berechnen kann – die obigen Zahlen sind lediglich die offiziell abgesetzten Tickets. Doch bei fast jedem Spiel versorgen sich auch Anhänger mit Karten, die nicht dem offiziellen Gästekontingent zugerechnet werden.

Und die Anhänger rissen eine gewaltige Distanz ab, um die Spiele besuchen zu können. Die weiteste Anreise – von der Stuttgarter Arena aus gerechnet – hatte man nach Istanbul, 2133 Kilometer liegen die beiden Stadien auseinander. Die kürzeste Anreise gab es nach Hoffenheim (85 Kilometer).

Insgesamt waren die Fans, die alle Spiele besucht haben, 26.912 Kilometer unterwegs, um ihren Club zu unterstützen. Und da viele diese Reisen in Bussen unternehmen, ist es kein Wunder, dass der Song mit genau dieser Zeile beginnt: „Stunden auf der Reise, nur um dich zu seh´n“.