VfB Stuttgart Das Rennen um die Präsidentschaft

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Geht es um die Wahl zum Präsidenten des VfB Stuttgart am 15. Dezember, ist Guido Buchwald der bisher prominenteste Bewerber. Unserer Redaktion liegen noch fünf weitere Namen potentieller Kandidaten vor.

Gesucht wird ein Nachfolger für den Mitte Juli als VfB-Präsident zurückgetretenen Wolfgang Dietrich. Foto: Baumann
Gesucht wird ein Nachfolger für den Mitte Juli als VfB-Präsident zurückgetretenen Wolfgang Dietrich. Foto: Baumann

Stuttgart - Für die Bewerber, die von sich aus die Kandidatur zur Wahl des Präsidenten des VfB Stuttgart auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15. Dezember anstreben, ist am 15. September die Frist zur Abgabe der Unterlagen abgelaufen. Weil die Deadline auf einen Sonntag fiel, muss der VfB aus formal-juristischen Gründen allerdings noch einen Werktag abwarten, ehe er mit einem ersten Zwischenergebnis bezüglich des Bewerberfeldes an die Öffentlichkeit geht.

Dabei ist bereits durchgesickert, dass die Cannstatter, bei denen der achtköpfige Vereinsbeirat unter der Führung von Wolf-Dieter Erhard bei der Präsidentensuche federführend ist, an diesem Dienstag lediglich die Anzahl der Bewerber benennen wird, welche die erste Hürde des Auswahlverfahrens genommen haben. Die Namen der potenziellen neuen Präsidenten will der Vereinsbeirat allerdings nicht nennen. Warum das Gremium so vorgeht, ist allerdings unklar. Schließlich schreibt die Satzung des VfB keine Anonymisierung der Namen der Bewerber vor.

Rund 20 Bewerbungen dürften es sein

Einige Namen – in der Summe sollen es rund 20 Anwärter sein – sind schon länger bekannt: So haben der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der Böblinger Unternehmer Claus Vogt sowie der VfB-Ehrenspielführer Guido Buchwald bereits öffentlich ihren Hut in den Ring geworfen haben. Unserer Redaktion ist darüber hinaus bekannt, dass sich auch Bernd-Michael Hümer (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart), Christian Riethmüller (Geschäftsführer der in Tübingen gegründeten Groß-Buchhandlung Osiander) sowie der Stuttgarter CDU-Stadtrat Markus Reiners um das Amt des VfB-Präsidenten bewerben. Sechs Namen stehen also bisher öffentlich fest. Wie viele Bewerber es zusätzlich gibt, ehe das Auswahlverfahren beginnt, darüber will der Vereinsbeirat am Dienstag zumindest numerisch informieren.

Zwei Kandidaten bis 10. November

Letztlich müssen bis fünf Wochen vor der Mitgliederversammlung, also bis zum 10. November, vom Vereinsbeirat zwei Kandidaten benannt sein, welche den Mitgliedern zur Wahl des neuen VfB-Präsidenten vorgeschlagen werden. Die Nominierung von mehr als zwei Kandidaten lässt die Satzung des VfB nicht zu. Bis zum 10. November hat der Vereinsbeirat auch noch Zeit, um seinerseits von ihm als geeignet empfundene Bewerber ins Rennen zu schicken. Das bedeutet, dass sich das Ende der Frist am Sonntag, 15. September lediglich auf Bewerber bezog, die von sich aus eine Präsidentschaft anstreben.