Deniz Undav, Maximilian Mittelstädt und Angelo Stiller gaben beim Heimsieg gegen den FC Augsburg eine passende Reaktion auf die Nichtnominierung durch Julian Nagelsmann. Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel
Mehrere VfB-Profis sind nicht im Aufgebot für die kommenden Länderspiele. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Stürmer Deniz Undav beziehen Stellung.
Wenn sich die deutsche Nationalmannschaft in dieser Woche auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Luxemburg (Freitag) und die Slowakei (Montag) vorbereitet, werden nur noch zwei Profis des VfB Stuttgart mit dabei sein: Torhüter Alexander Nübel und Flügelstürmer Jamie Leweling. Eine eher ungewollte Pause erhalten dagegen mehrere nicht nominierte Stuttgarter. Angelo Stiller, Maximilian Mittelstädt und auch Deniz Undav wurden nicht von Bundestrainer Julian Nagelsmann nominiert – was vor allem im Fall der beiden erstgenannten für einiges Aufsehen sorgte.
Festhalten lässt sich: Ihre Leistung beeinträchtigt hat das nicht. Beim 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg war Undav mit zwei Toren Matchwinner, präsentierte sich Mittelstädt als sicherer Elfmeterschütze und lenkte Stiller im Mittelfeld gewohnt sicher das Stuttgarter Spiel. Beim VfB glaubt man daran, dass das Trio auch künftig wieder Chancen auf eine Nominierung hat. „Alle drei waren ja im Kreise der Nationalmannschaft“, sagt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. „Jetzt werden sie auf dem Platz zeigen, dass sie da wieder hin zurückwollen. Bis zum nächsten Lehrgang haben sie jetzt vier Monate Zeit, um zu zeigen, dass sie in den Kader für die Weltmeisterschaft gehören.“
Angelo Stiller und Deniz Undav zeigten gegen den FC Augsburg eine starlke Leistung. Foto: Baumann/Volker Mueller
Undav kommt dabei nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause (Innenbandanriss im Knie) immer besser in Fahrt und könnte im Sturm eine ernsthafte Option werden, sollte er seine Form halten. „Das sind die besten Argumente, die man da sammeln kann“, sagt auch sein Trainer Sebastian Hoeneß zur zuletzt guten Trefferquote mit vier Toren aus den jüngsten fünf Pflichtspielen.
Und Undav selbst? Will keine Ansagen machen und Nagelsmann stattdessen auf dem Rasen vor knifflige Entscheidungen stellen. „Wenn ich Leistung bringe, bin ich immer eine Option. Das weiß der Bundestrainer. Ich versuche es ihm so schwer wie möglich zu machen“, sagt Undav und ergänzt: „Was den Bundestrainer vor Schwierigkeiten stellen kann, ist, wenn ich immer weiter treffe bis zur nächsten Nationalmannschaftspause. Und das ist mein Ziel.“ Dafür hat er nun bis zur nächsten Länderspielpause im März 2026 vier Monate Zeit – wie auch seine Teamkollegen Stiller und Mittelstädt.