VfB Stuttgart Dringender Appell im Fall Nick Woltemade
Der VfB sieht im Fall Nick Woltemade bisher keine Grundlage für ein Gespräch mit dem FC Bayern. Darüber hinaus sendet der Verein eine Aufforderung nach München.
Der VfB sieht im Fall Nick Woltemade bisher keine Grundlage für ein Gespräch mit dem FC Bayern. Darüber hinaus sendet der Verein eine Aufforderung nach München.
Zuletzt ist Nick Woltemade am vergangenen Donnerstag öffentlich in Erscheinung getreten. Das war auf dem Trainingsgelände von Werder Bremen, wo er nach seiner kurzen Stippvisite bei seinem Ex-Club letztlich mit seinem derzeit verletzten Kumpel Marvin Duksch das Gelände verließ.
Noch hat Woltemade anderthalb Wochen Urlaub, ehe er am Montag, 28. Juli beim VfB zurück erwartet wird, um mit dem gesamten Team an diesem Tag ins Trainingslager an den Tegernsee zu fahren. Trainer Sebastian Hoeneß lässt jedenfalls kaum Zweifel daran aufkommen, dass es trotz des heftigen Werbens des FC Bayern München um den 23-Jährigen so kommen wird. „Ich plane mit Nick, er ist ein wichtiger Faktor für uns als Spieler und als Typ“, sagt der VfB-Chefcoach.
Tatsächlich setzen auch die VfB-Oberen alles daran, Woltemade in Stuttgart zu halten, obwohl sich dieser trotz eines Vertrages bis 2028 mit den Bayern über einen sofortigen Wechsel einig sein soll. So richteten die Stuttgarter Bosse um den Vorstandschef Alexander Wehrle und den Sportvorstand Fabian Wohlgemuth einen Appell in einer Antwort-Mail nach München: Dieser beinhaltete laut „Sportbild“ auch die dringende Aufforderung, doch bitte keine weiteren Gesprächen mit Woltemade zu führen, damit sich dieser auf seine sportlichen Aufgaben in Stuttgart konzentrieren kann.
Zuvor hatten die VfB-Chefs Ende vergangener Woche eine Mail des FCB-Vorstandschefs Jan-Christian Dreesen mit einem offiziellen Angebot von 40 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen für Woltemade erhalten (wir berichteten). In dieser Mail sei der Münchner Sportvorstand Max Eberl lediglich in „cc“, also als für alle anderen Parteien sichtbarer Nebenempfänger aufgeführt gewesen.
Klar ist weiterhin, dass es beim VfB einen Beschluss des Vorstandes gibt, wonach ein Angebot von mindestens 65 Millionen Euro für den Nationalstürmer überhaupt erst die Voraussetzung dafür wäre, damit die Stuttgarter ernsthaft in Gespräche mit Vertretern des Rekordmeisters einsteigen würden.