VfB Stuttgart Ein Mitglied, ein Ticket – der VfB weitet die neue Praxis aus

Bei besonders nachgefragten Partien gilt beim VfB derzeit das Limit von einem Ticket pro Mitglied. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

VfB-Mitglieder werden sich daran gewöhnen müssen, bei bestimmten Spielen nur noch eine Karte kaufen zu dürfen. Es könnte aber bald möglich sein, in diesen Partien dennoch zu zweit nebeneinander zu sitzen. Die Einzelheiten.

Sport: David Scheu (dsc)

Als der VfB Stuttgart den Vorverkauf für die Heimspiele in der Champions League startete, führte das im August zu einigen Diskussionen: Jedes Mitglied durfte nur ein Ticket pro Partie erwerben – und nicht wie bisher bei Topspielen üblich zwei. Einerseits sorgte die Neuerung dafür, dass die Chancen auf eine Karte in der Königsklasse angesichts der riesigen Nachfrage stiegen. Andererseits macht ein Stadionbesuch alleine eben doch nur halb so viel Spaß.

 

Jetzt ist in jedem Fall klar: An das Ein-Ticket-Prinzip werden sich die Stuttgarter Anhänger gewöhnen müssen, eine einmalige Ausnahme bleibt es nicht. Für die Auswärtsspiele beim 1. FC Heidenheim (15. Dezember), beim FC Augsburg (12. Januar) und beim FSV Mainz 05 (25. Januar) hat der Club das Limit ebenfalls auf ein Ticket pro Mitglied festgelegt.

Geringe Kapazität bei den nächsten Auswärtsspielen

Das hat mit den drei Spielorten zu tun, die zweierlei eint: Die Entfernung zu Stuttgart ist überschaubar – die Größe der Stadien ebenfalls. In Heidenheim passen 1500 Fans in den Gästebereich, in Augsburg und Mainz rund 3000. Das heißt: Die Zahl der Interessierten dürfte jene der verfügbaren Tickets jeweils um ein Vielfaches übersteigen. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt der VfB, dass das Ein-Ticket-Limit mit dieser geringen Kapazität zu tun hat – und dass diese Begrenzung in solchen Fällen künftig öfter gelten wird.

Bei Bundesliga-Heimspielen konnten Mitglieder indessen auch in dieser Saison weiterhin zwei Tickets erwerben. Dass aber in einem möglichen Heimspiel in den Play-offs der Champions League im Februar 2025 die bisherigen Regularien der Hauptrunden-Spiele gelten mit maximal einer Karte, wäre alles andere als eine Überraschung.

Eine Sache im Bestellprozess könnte sich mittelfristig aber ändern und Abhilfe gegen einen Stadionbesuch alleine schaffen: Derzeit ist es als Mitglied nur möglich, für sich selbst ein Ticket zu buchen. Nun wird geprüft, ob ein Mitglied in ein- und derselben Bestellung für ein weiteres Mitglied eine zweite Karte mitbuchen kann. Beim Dunkelroten Tisch im Oktober wurde in der Diskussionsrunde nach dem offiziellen Teil in Aussicht gestellt, hieran zu arbeiten.

Die VfB-Partie gegen Sparta Prag (1:1) war ausverkauft – wie alle anderen Stuttgarter Heimspiele in der MHP-Arena. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Diese Möglichkeit wäre zum Beispiel im Vorfeld der Champions-League-Partie gegen Atalanta Bergamo (0:2) eine interessante Option gewesen, als in den Tagen vor dem Spiel mehrere Plätze nebeneinander auf dem Zweitmarkt eingestellt wurden – unter anderem Rückläufer aus Bergamo oberhalb des Gästeblocks.

Beim VfB steht man solchen Optimierungen offen gegenüber – es ist schlicht eine Frage der kurzfristigen Machbarkeit, nachdem im Sommer eine Umstellung auf ein neues Buchungssystem erfolgt war. „Wir prüfen aktuell die technische Umsetzbarkeit solcher Themen und wollen die Servicequalität stetig verbessern“, teilt der VfB mit. Viele Fans werden das gerne hören.

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