Diese Niederlage gegen den VfL Wolfsburg kam unmittelbar nach dem Triumph von Dortmund ziemlich unerwartet. Klar ist: Dem VfB hat die erste nicht-englische Woche des Jahres nicht gut getan. Nicht frisch und ausgeruht, sondern viel zu passiv ging das Team über weite Strecken zu Werke. Zudem stimmte die Abstimmung gerade in der Defensive in der Schlussviertelstunde überhaupt nicht. Am Ende standen die Stuttgarter daher gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner mit leeren Händen da.
Abgesehen von einem Zwischenspurt nach der Pause fehlte es dem Auftritt der Stuttgarter in vielen Szenen an der nötigen Frische, am Elan und dem Willen, das Heft des Handels in die Hand zu nehmen. „Der Glaube in das, was wir tun, war bei uns stärker“, sagte der Wolfsburger Trainer Ralph Hasenhüttl hinterher zu Recht.
Der VfB ging wie in Dortmund tief stehend in die Partie – doch das zahlte sich diesmal nicht aus. Denn letztlich wurde die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß von lange Zeit zahnlosen Wölfen per Doppelschlag in der Schlussviertelstunde noch mit 1:2 aufs Kreuz gelegt.
Dabei taugte auch der schöne Sololauf des gerade eingewechselten Nick Woltemade nicht als Aufputschmittel. Der Jubel in der ausverkauften Arena währte nur kurz, weil der Ex-Stuttgarter Tiago Tomas gerade Mal fünf Minuten später auf 1:1 stellte. Dann bekam Josha Vagnoman den Ball unglücklich im eigenen Strafraum an die Hand – und das Spiel war verloren.
Auch die Wolfsburger sind damit in einem engen Bundesligafeld zwischen den Plätzen fünf und zehn bis auf zwei Zähler an den VfB heran gerückt. Am nächsten Sonntag bietet sich den Stuttgartern nun beim Gastspiel bei der TSG Hoffenheim die nächste Gelegenheit, zu punkten. Dabei könnte dem Team eine etwas offensiverer und aktivere Herangehensweise an das Spiel nicht schaden.