VfB Stuttgart Ex-Coach Luhukay bricht sein Schweigen

Von red 

Mit ihm startete der VfB Stuttgart die Mission Wiederaufstieg, nach bereits vier Spielen warf er das Handtuch. Nun hat sich Jos Luhukay erstmals zu seinem Rücktritt bei den Schwaben und seinen Zukunfstplänen geäußert.

Jos Luhukay warf beim VfB Stuttgart Mitte September 2016 das Handtuch. Foto: dpa
Jos Luhukay warf beim VfB Stuttgart Mitte September 2016 das Handtuch. Foto: dpa

Stuttgart - Er startete mit dem VfB Stuttgart die Mission sofortiger Wiederaufstieg zu Beginn der vergangenen Saison, doch lange währte seine Arbeitszeit nicht: Nachdem er den Machtkampf mit Sportvorstand Jan Schindelmeiser verloren hatte, warf Jos Luhukay bei den Schwaben am 15. September das Handtuch – nach gerade einmal vier Spielen und sechs Punkten.

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Für zwei Spiele übernahm Interimscoach Olaf Janßen die Mannschaft, ehe Hannes Wolf kam. Der Rest ist Geschichte.

Nun hat sich Luhukay in einem Interview mit der „Bild“ zum ersten Mal zu seinem Rücktritt beim VfB Stuttgart und seinen Plänen für die Zukunft geäußert.

Zu seinem Abgang beim VfB sagt der 54-jährige Niederländer: „Es war richtig, dass ich im September diesen Schnitt gemacht habe.“

Luhukay weiter: „Ich freue mich sehr, dass der VfB den direkten Wiederaufstieg geschafft hat. Ich habe eine Mannschaft überlassen, die zu den Teams gehörte, die aufsteigen können. Sie hat es dann mit dem Trainerteam richtig gut hinbekommen.“

Großes Lob für Simon Terodde

Für Simon Terodde, den er an den Neckar gelotst hatte, ist Luhukay voll des Lobes: „Ein Junge mit einem sehr guten Charakter. Ich wusste, dass er in der 2. Liga eine gewisse Torgarantie hat. Ich traue ihm auch zu, dass er seine Tore in der 1. Liga macht. Aber auch da ist er wieder abhängig von einem funktionierenden Kollektiv.“

Luhukays Abschied von den Schwaben war auch ein Abschied vom Profifußball in Deutschland: „Ich habe den VfB nach meinem Rücktritt nicht mehr richtig verfolgt, kein Spiel mehr gesehen“. Er habe sich bewusst entschieden, etwas Abstand vom Fußball zu nehmen, „genauer gesagt vom Fußball in Deutschland, wo ich ja in den letzten 20 Jahren tätig war“. Der Niederländer sah sich in dieser Zeit auch kein Spiel in der 1. Bundesliga an.

Doch der Abschied ist wohl kein Abschied für immer, denn „natürlich möchte ich zurückkehren. Es gab schon einige konkrete Anfragen, auch aus Deutschland. Aber nichts, hinter dem ich zu 100 Prozent stand. Ich empfinde es als ein Zeichen des Respekts, dass man nicht vergessen wird, dass man auf dem Markt weiter gefragt ist. Es gibt dir ein gutes Gefühl, dass deine Arbeit und die deines Trainerstabs bei den Verantwortlichen im Hinterkopf geblieben ist.“