VfB Stuttgart gegen Bayern München "Wir müssen nicht zwingend verlieren"

Wechselspiele? Für Cacau könnte Julian Schieber gegen die Bayern in der Startformation stehen. Foto: dapd 3 Bilder
Wechselspiele? Für Cacau könnte Julian Schieber gegen die Bayern in der Startformation stehen. Foto: dapd

VfB-Trainer Bruno Labbadia ist vor dem Spiel gegen den FC Bayern optimistisch. Im Sturm deutet sich ein erneuter Wechsel an.  

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)
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Stuttgart - Wie die Karten vor dem VfB-Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den FC Bayern München verteilt sind, zeigt ein Blick auf die Statistik: Von 88 Bundesligaspielen gegen den deutschen Rekordmeister und aktuellen Tabellenführer haben die Stuttgarter nur 17 Partien gewonnen, aber 51 Mal verloren.
Auch der VfB-Trainer Bruno Labbadia weiß, was es heißt, in der Mercedes-Benz-Arena gegen die Bayern den Kürzeren zu ziehen.

Hat der 45-Jährige doch im Vorjahr, zum Einstand als Stuttgarter Trainer, binnen vier Tagen zweimal – in der Liga (3:5) und im Pokal (3:6) – gegen die Münchner verloren. Diesmal, sagt Labbadia, seien die Vorzeichen andere: Vor einem Jahr sei viel Druck dabei gewesen. „Diesmal wollen wir mit Freude in das Spiel gehen. Natürlich sind die Bayern überall top besetzt – das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass wir verlieren müssen“, sagt Labbadia: „Wenn wir unsere Qualitäten abrufen, sind wir für jeden Gegner gefährlich.“

Das sieht auch Jupp Heynckes so. „Der VfB wird gegen uns über sich hinauswachsen“, prophezeit der 66-Jährige, „sie spielen einen emotionalen Fußball – und Bruno Labbadia weiß das Team zu motivieren.“ In Arjen Robben und Toni Kroos hat der Bayern-Trainer unter der Woche im Champions-League-Spiel bei Manchester City (0:2) auf zwei Spieler verzichten müssen, deren Grippe mit Antibiotika behandelt wurde. Während Robben und Kroos am Freitag ebenso wie der erkältete Mario Gomez mittrainierten, musste Thomas Müller wegen einer Grippe aussetzen. Wer aus dem Quartett spielen kann, ist ungewiss.

Cacau droht wieder die Ersatzbank

Auf Stuttgarter Seite muss Bruno Labbadia sicher auf Khalid Boulahrouz (Sehnenriss im Hüftbeuger) verzichten. Da auch der Ersatzmann Stefano Celozzi verletzt ist, wird Arthur Boka rechts verteidigen. Im Sturm spricht derweil vieles dafür, dass Julian Schieber erstmals in der Startelf steht, obwohl Labbadia einschränkt: „Wir wissen nicht, wie viel Kraft er hat – das lässt sich erst im Spiel feststellen.“

Wie in Bremen droht Cacau somit die Ersatzbank. Beim Spiel gegen Köln ist der Interimskapitän erneut durch egoistische Aktionen aufgefallen – und wurde vom Publikum ausgepfiffen. „Wir fordern von einem wie Cacau eine Portion Egoismus“, sagt Labbadia, „die Frage ist nur, welches Maß an Eigensinn wir akzeptieren.“ Im Mittelfeld wird derweil Christian Gentner den Vorzug vor Zdravko Kuzmanovic erhalten. "Der Gente ist ein Spieler mit Herzblut für den VfB und einer positiven Einstellung", sagt Bruno Labbadia über den zweifachen Torschützen aus dem Köln-Spiel: "Ich hoffe, dass er jetzt durchstartet."

Voraussichtliche Aufstellungen

VfB Stuttgart

Ulreich – Boka, Tasci, Maza, Molinaro – Kvist, Gentner – Harnik, Hajnal, Okazaki (Gebhart) – Schieber

Bayern München

Neuer – Boateng, van Buyten, Badstuber, Lahm – Timoschtschuk, Kroos – Robben, Müller, Ribéry – Gomez.

Schiedsrichter Gräfe (Berlin).




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