Der VfB Stuttgart ist ins Straucheln geraten. Denn das 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach markiert wettbewerbsübergreifend die dritte Niederlage nacheinander für den Fußball-Bundesligisten. Und nun steht das wichtige Pokalspiel gegen den FC Augsburg an. Das allein ist schon eine herausfordernde Situation für das nach wie vor reifende Team. Vor allem, weil die Selbstverständlichkeit der ersten Siege zu Jahresbeginn mit den Punkten gegen Gladbach verloren gegangen ist. Der VfB läuft Gefahr, in eine Negativspirale zu geraten.
Sebastian Hoeneß sieht dieses Risiko jedoch nicht. Der Trainer betont vielmehr die große Chance, bereits am Dienstag im Viertelfinale des DFB-Pokals das Momentum wieder auf die eigene Seite ziehen zu können. Dafür wird es allerdings eine gehörige Leistungssteigerung brauchen – von der ganzen Elf. Denn gegen die Gäste vom Niederrhein ließ der VfB nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich zum einen zu viele Tormöglichkeiten zu und zum anderen erzielte er zum dritten Mal in Folge keinen eigenen Treffer. Wie gegen Paris Saint-Germain half wieder ein Eigentor.
Ohnehin war das Champions-League-Aus gegen PSG noch ein Thema in der MHP-Arena. Hoeneß rotierte personell kräftig, um neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen. Emotional wirkte die Lehrstunde durch das Starensemble von der Seine zudem nach. Das 1:4 ist in der Kürze der Zeit nur schwer zu verkraften gewesen.
Hoeneß’ Erwartungen an das eigene Spiel waren deshalb im Vorfeld nicht all zu hoch, doch etwas mehr an spielerischer Klasse für die Offensive und Galligkeit für die Defensive hätte es schon sein dürfen gegen gut organisierte Gladbacher. Zumal die Stuttgarter die Chance hatten, den Champions-League-Rang in der Ligatabelle zu festigen. Diese Möglichkeit wurde am Ende leichtfertig vergeben – und damit hat sich der Druck erhöht, um erneut auf die größte internationale Bühne zu kommen.