Der Ersatztorhüter kam diese Saison bisher in zwei Pflichtspielen zum Einsatz. In zwei von drei DFB-Pokal-Partien. Da war Bredlow sein fehlender Spielrhythmus und die damit einhergehende Nervosität deutlich anzumerken. Manche machten gar das Ausscheiden gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) an ihm fest. Schließlich war Bredlow beim Herauslaufen ausgerutscht und ermöglichte so Alassane Plea das spätere Siegtor.
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Gegen den FC Augsburg folgte nun die Bewährungsprobe. Und Bredlow bestand sie – mit Bravour. Von Beginn an zeigte sich der gebürtige Berliner hellwach. Er wurde auch gleich gefordert. Die Fuggerstädter pressten aggressiv und kamen zu einem Abschluss nach dem anderen, der VfB hatte gehörige Probleme. Doch egal wer es für den FCA aus der Distanz versuchte, er fand in Bredlow seinen Meister. Am Schluss waren es 20 Torschüsse, neun davon direkt auf das Tor, die die Gäste abgaben. So viele wie noch nie in der Saison. Doch Bredlow vereitelte sie fast alle. Beim Gegentor durch Fabian Niederlechner, der per Kopf aus kürzester Distanz zum zwischenzeitlichen 1:1 (59. Minute) traf, war er machtlos.
Fabian Bredlow: Unaufgeregt und souverän
Der Keeper spielte absolut unaufgeregt, war sowohl in Sachen Strafraumbeherrschung als auch Linienspiel permanent auf der Höhe. Bredlow hatte insgesamt 44 Ballkontakte, spielte 20 Pässe, brachte 13 davon an den Mann. Viel wichtiger jedoch: Er hielt den VfB in den starken Augsburger Drangphasen mit seinen Paraden immer wieder im Spiel. Darunter auch einige Versuche, „die man nicht halten muss“, wie Trainer Pellegrino Matarazzo betonte. Eine Leistung, die ihn wie Phoenix aus der Asche emporstiegen ließ und ihm die MeinVfB-Note 2 einbrachte.
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Torwarttrainer Uwe Gospodarek war der Erste, der Bredlow zu seiner Leistung gratulierte. Eine innige Umarmung gab es direkt nach Abpfiff, „Gospo“ war dafür extra direkt auf den Platz gesprintet, als Schiedsrichter Fabian Gräfe die Partie beendete. Dazu ein kollegialer Schulterklopfer, dem im Lauf des Abends noch so einige folgen sollten.
Überdies unterstrich der VfB-Trainer, dass Bredlow „souverän gehalten“ habe. „Er hat eine richtig gute Leistung gezeigt“, sagte Matarazzo. Zudem sei Bredlow „ein toller Torwart, der der Mannschaft guttut, auch in der Kabine.“ Der Keeper selbst gab sich unaufgeregt. „Ich habe einfach meinen Job gemacht und freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte Bredlow und grinste dabei bis über beide Ohren. „So ein dreckiger Sieg in einem Spiel, wo der Gegner mehr Chancen hatte, ist halt auch mal geil“, schob er hinterher. Einen Spruch, den man schon einmal bringen kann - als Spieler des Spiels.
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