Stuttgart - Der VfB Stuttgart bleibt mutig und sich treu. Er spielt nach vorne und er macht seinen Fans in dieser Saison weiter Spaß. Gegen Eintracht Frankfurt bot die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo eine Vollgasvorstellung in einem temporeichen Spiel. 2:0 führte der Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga zur Pause. Das war stark und effektiv. 2:2 hieß es am Ende. Ein Ergebnis, mit dem beide Teams gut leben können – wenn auch aus verschiedenen Gründen.
Der VfB, weil er erneut den Beweis antrat, dass er sich gut entwickelt. Nicolas Gonzalez (17./Foulelfmeter) und Gonzalo Castro (37.) dokumentierten das mit ihren Toren. Die Eintracht, weil sie ihre Chance ebenfalls im Angriff suchte. Mit dem Verteidigen hatten die Frankfurter zwar ihre Schwierigkeiten, aber die Stuttgarter wussten das vor dem Anschlusstreffer durch André Silva nicht mehr zu nutzen (61.).
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Es war die Zeit, in der sich offenbarte, dass die Matarazzo-Elf noch lernen muss. Sie verpasste es, den Sack zuzumachen. Die Stuttgarter verfielen in Passivität und ihr Spiel verlor an Struktur. „Wackelphase“, nannte Matarazzo diese Minuten. Nach dem Ausgleich durch David Abraham (75.) fand der VfB jedoch zurück zu seiner Ordnung und damit ergaben sich auch wieder Möglichkeiten.
Klein beigeben wollten die Gastgeber vor Geisterkulisse in der Mercedes-Benz-Arena jedenfalls nicht. Selbst wenn es sich für die Spieler so anfühlte, als hätten sie zwei Punkte verloren. Und so kann man es natürlich sehen. Doch die junge VfB-Mannschaft braucht noch immer Zeit, um zu reifen. Da hilft ein auch ein solches Unentschieden gegen offensiv starke Frankfurter.