VfB Stuttgart gegen FC Augsburg Mit oder ohne Angelo Stiller – der VfB gibt den Takt vor

Angelo Stiller schaut sich das VfB-Spiel gegen den FC Augsburg vollends von der Bank aus an. Zuvor war er an Krücken aus der Kabine gekommen. Foto: Tom Weller/dpa

Beim Bundesligisten dreht sich nach Beendigung des Heimfluchs viel um den verletzten Mittelfeldspieler. Doch unabhängig davon bleibt die Elf von Sebastian Hoeneß im Pokalfinale in der Favoritenrolle, kommentiert unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Der VfB Stuttgart hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Dem 1:0 beim FC St. Pauli folgte nun das 4:0 gegen den FC Augsburg – zwei Siege für das Selbstvertrauen vor dem womöglich krönenden Saisonabschluss. Und zwei Auftritte in der Fußball-Bundesliga, die zeigen, dass die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß hinten zu null spielen und vorne effizient sein kann. Selbst wenn auf dem Platz nicht alles nach Plan läuft.

 

Gegen die Augsburger verletzte sich in Angelo Stiller früh der weiß-rote Taktgeber am Sprunggelenk. Wie schwer, bleibt abzuwarten. Die VfB-Mannschaft musste diesen Ausfall aber zunächst einmal verkraften und sich neu sortieren, um dann wieder in den passenden Spielrhythmus zu kommen. Was schwierig genug war, weil zudem Yannik Keitel und Finn Jeltsch angeschlagen vom Feld mussten.

Das alles gelang, da die Gastgeber nach der Roten Karte für den FCA-Profi Samuel Essende (Foul an Stiller) zum einen in Überzahl agierten und zum anderen sich nach dem Seitenwechsel couragiert zeigten. Nick Woltemade (51.), Enzo Millot (80.) und Ermedin Demirovic (87.) schraubten somit das Ergebnis nach oben, dessen Basis Atakan Karazor (8.) mit der raschen Führung gelegt hatte.

Am Ende steht ein Erfolg, der den Heimfluch des VfB (zuvor sechs Heimniederlagen in Folge) zwar vertreibt, aber eventuell teuer erkauft ist. Trotz der Stiller-Dramatik lässt sich jedoch festhalten: Stuttgarter Schlüsselspieler haben wieder getroffen. Das stärkt den Glauben an den DFB-Pokalsieg am 24. Mai gegen Arminia Bielefeld. Ein Drittligist im Pokal- und Aufstiegsrausch. Dennoch sollte der Vizemeister der Vorsaison in der Lage sein, seine fußballerische Überlegenheit im Finale (zuvor geht es noch zu RB Leipzig in der Liga) auszuspielen – mit oder ohne Stiller.

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