VfB Stuttgart gegen FC Augsburg Tausende freie Plätze – warum das Pokalspiel noch nicht ausverkauft ist

Der VfB empfängt am Dienstagabend den FC Augsburg. Foto: imago/motivio

Gegen den FC Augsburg zeichnet sich ein ungewohntes Bild auf den Rängen ab. Ein Blick auf die bisherigen Zahlen des Vorverkaufs und auf die Gründe für die noch verfügbaren Tickets.

Sport: David Scheu (dsc)

Es ist seit Monaten der Normalzustand, dass im Heimbereich bei Spielen des VfB Stuttgart kein Platz frei bleibt. Die Tickets sind stark nachgefragt, oft schon nach dem Mitgliederverkauf vergriffen und ein extrem begehrtes Gut. An diesem Dienstag wird das Bild aber ein ungewohntes sein, wenn der VfB um 20.45 Uhr im Viertelfinale des DFB-Pokals den FC Augsburg empfängt.

 

Noch ist das Spiel nämlich nicht ausverkauft. Unter anderem im Unterrang der Haupttribüne (Block 3) und im Oberrang der Gegentribüne (Block 59) gibt es noch Bereiche mit mehr freien als belegten Sitzschalen für jeweils 70 Euro. Der freie Verkauf läuft längst, das Limit ist mit zehn Tickets pro Person sehr großzügig bemessen. Insgesamt stehen im Heimbereich noch 2200 Karten zur Verfügung.

Drittes Heimspiel innerhalb von sieben Tagen

Mit den jüngsten drei Niederlagen hat die vergleichsweise geringe Nachfrage aber wenig zu tun, der freie Verkauf läuft schon länger. Was aber sind dann die Gründe, weshalb das wichtige Viertelfinale gegen den FCA nicht ganz so zieht? Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zunächst: Aufgrund der vielen englischen Wochen spielte der VfB zuletzt alle paar Tage, die Pokalpartie ist bereits das dritte Heimspiel binnen sieben Tagen. Dass hier manche Fans schon auf ihre Kosten gekommen sind, liegt auf der Hand.

Sebastian Hoeneß will mit dem VfB ins Pokal-Halbfinale einziehen. Foto: Pressefoto Baumann/Volker Müller

Auch der Termin an einem Winterabend unter der Woche spielt eine Rolle. Frühestens um 22.35 Uhr wird die Partie beendet sein, sofern es keine Verlängerung gibt. Ohne Frage kein idealer Termin für Familien oder Fans von außerhalb mit einer längeren An- und Abreise – zumal die ARD mit der Live-Übertragung im Free-TV eine Alternative bildet zum Stadionbesuch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Schließlich: In Sachen Attraktivität kann es der FC Augsburg nicht ganz aufnehmen mit den vorherigen VfB-Kontrahenten – dem französischen Topclub Paris Saint-Germain, dem Traditionsverein Borussia Mönchengladbach oder dem baden-württembergischen Rivalen SC Freiburg. Der FCA hat übrigens knapp 4000 Karten von den 6000 verfügbaren abgerufen – sodass dennoch vieles für einen stimmungsvollen Fußballabend spricht. Nicht mit den üblichen 60 000 Fans, aber doch mit weit über 50 000.

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